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Tatort-Name : Selma Jacobi

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Margarita Broich ließ sich für den Namen ihrer Tatort-Rolle eher ungeschickt von einem Stolperstein inspirieren. Bild: Fricke, Helmut

Kritik an der neuen Frankfurter Kommissarin: Die Inspiration für ihren Rollennamen holte sich Margarita Broich von einem Stolperstein.

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          Die Namensgebung der neuen Frankfurter „Tatort“-Kommissarin nach einer von den Nationalsozialisten ermordeten Frau stößt auf Kritik. Für ihre Rolle hatte die Schauspielerin Margarita Broich den Namen von einem sogenannten „Stolperstein“ angenommen, der vor ihrem Wohnhaus an die 1943 nach Theresienstadt deportierte Selma Jacobi erinnert.

          „Dafür habe ich kein Verständnis“, sagte der Initiator der „Stolpersteine“, Gunter Demnig: „Ich weiß nicht, wie man auf eine solche Idee kommen kann.“ Der Name von Selma Jacobi sei zwar nicht geschützt, und „es tut der Selma auch nicht weh“. Doch sei eine solche Verbindung zwischen einem realen Opfer und der Kunstfigur im „Tatort“ unpassend.

          Eine Entscheidung, kein Versehen

          Der Hessische Rundfunk verteidigte die Entscheidung: Die Fernsehspielredaktion habe sich bewusst für den Namen entschieden, der auf einem Stolperstein vor dem Wohnhaus von Margarita Broich in Berlin eingraviert ist. Das sei „keine große Tat, sondern eine kleine Geste in der Verantwortung gegen das Vergessen“.

          Selma Jacobi war im März 1943 nach Theresienstadt deportiert worden und dort im Getto gestorben. Gemeinsam mit Wolfram Koch tritt Margarita Broich in der ARD-Reihe die Nachfolge von Joachim Król und Nina Kunzendorf an. Der HR dreht bis Mitte April in Frankfurt, Bad Homburg und Ober-Mörlen die erste Folge mit dem neuen Team.

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