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Streit um Oliver Stone in Leipzig : Für den Kreml?

Regisseur Oliver Stone (rechts) mit Russlands Präsident Wladimir Putin, Szene aus dem 2017 erschienenen Film „Die Putin-Interviews“ Bild: Die Verwendung ist nur bei redaktioneller Berichterstattung im Rahmen einer Programmankündigung ab 2 Monate vor der ersten Ausstrahlung bis 1 Monat nach der letzten Ausstrahlung und während des Ausstrahlungszeitraums im Zusammenhang mit dieser Sendung und Nennung des Copyrights gestattet. Folgende Ausnahme gilt bei Select-Titeln: Bewerbung des Films 1 Monat vor Ausstrahlung und 1 Monat nach der letzten Ausstrahlung.Ferner muss auf die Gebührenfolge hingewiesen werden. In bzw. an jedes Filmbild muss daher ein konkreter Filmhinweis integriert werden. Mindestens Filmtitel, Ausstrahlungsmonat und Sender sollten im bzw. am Bild genannt werden. Bilder dürfen nicht in Collagen eingebaut und nicht beschnitten werden. Die Archivierung und Weitergabe an Dritte ist nicht gestattet. Spätere Veröffentlichungen sind nur nach Rücksprache und ausdrücklicher Genehmigung möglich. Der Lizenzgeber behält sich das Recht vor, alle Marketingaktivitäten zur Freigabe vorgelegt zu bekommen.

In Leipzig löst die Aufführung von Oliver Stones Film „Ukraine on Fire“ Proteste aus. Die Veranstaltung wurde auch von der Stadt unterstützt. Warum gibt man Stones fragwürdiger Haltung zu Russland Raum?

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          Aktivisten stören in Leipzig die Vorführung eines Films über die Maidan-Proteste in der Ukraine. Es kommt zu Handgreiflichkeiten, die Polizei wird gerufen. Was erst einmal nicht nach einer großen Meldung klingt, hat eine politische Dimension. Es geht um die Frage, wie die Kunstfreiheit mit Propagandafilmen umgeht und wie viel Einfluss eine Kommune auf das Programm eines von ihr geförderten Filmfestivals nehmen sollte. Stein des Anstoßes ist der von dem amerikanischen Regisseur Oliver Stone produzierte Film „Ukraine on Fire“ aus dem Jahr 2016, der am Donnerstagabend auf dem Filmfestival „globaLE“ in Leipzig gezeigt wurde.

          Othmara Glas
          Volontärin

          Stone ist in den vergangenen Jahren vor allem durch einschmeichelnde Interviews mit Russlands Präsident Wladimir Putin aufgefallen. Laut Programmbeschreibung beschäftigt sich „Ukraine on Fire“ mit den historischen Hintergründen zu den Maidan-Protesten 2013/14 gegen die damalige Regierung von Viktor Janukowitsch. „Was von den westlichen Medien überwiegend als Volksrevolution dargestellt wurde, war in Wirklichkeit ein Staatsstreich, der von nationalistischen Gruppen und dem US-Außenministerium inszeniert wurde“, heißt es. Für Stone ist der Maidan ein amerikanischer Staatsstreich. Damit bedient er ein klassisches Propaganda-Narrativ des Kremls.

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