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Stimmen : Rudi Carrell: Ein Hauch Amerika

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Sein persönliches Highlight: ein „Kampf” gegen Muhammad Ali Bild: AP

Anfangs wiesen für Rudi Carrell die Weichen in eine ganz andere Richtung des Showgeschäfts: 1964, Anfänger im holländischen Fernsehen, erhielt er für einen Liederabend die "Silberne Rose" von Montreux.

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          Anfangs wiesen für Rudi Carrell die Weichen in eine ganz andere Richtung des Showgeschäfts: 1964, Anfänger im holländischen Fernsehen, erhielt er für einen Liederabend die „Silberne Rose“ von Montreux. Das deutsche Fernsehen wurde aufmerksam - und kurz darauf war Carrell der erfolgreichste „Showmaster“ der Republik. Den Zenit erreichte er 1974 bis 1979 mit der legendären Spielserie „Am laufenden Band“, gefolgt unter anderem von „Rudis Tagesshow“, „Herzblatt“ und zuletzt „Sieben Tage, sieben Köpfe“. Stimmen zum Tod des großen deutschen Entertainers.

          „Rudi war ein Perfektionist. (...) Von ihm habe ich gelernt, daß man Unterhaltung planen muß und nichts dem Zufall überlassen darf. Bis Rudi Carrell ins deutsche Fernsehen kam, kannten wir nur die Tradition des deutschen 'Bunten Abends' aus den fünfziger Jahren und Entertainer wie Kuhlenkampff, Fuchsberger und Frankenfeld. Er hat uns einen Hauch Amerika geschenkt und gezeigt, daß es nicht nur auf die Person der Show, sondern vor allem auf ihre Ideen ankommt. (...) Es war ein Privileg, mit Rudi Carrell arbeiten zu dürfen. Es gibt wenige Leute, von denen man so viel lernt.“

          (Axel Beyer, WDR-Unterhaltungschef)

          „Wir trauern um Rudi Carrell. Er war einer der größten Entertainer im deutschen Fernsehen. Über Jahrzehnte setzte er Maßstäbe in der deutschen TV-Unterhaltung, spürte Trends in der Comedy auf und war dabei immer Vorbild für junge Kollegen. Auch wir bei RTL durften mit ihm als Erfinder von „7 Tage - 7 Köpfe“ viele Jahre zusammenarbeiten. Wir werden ihn vermissen.“

          (Anke Schäferkordt, RTL-Geschäftsführerin)

          „Ich bin dankbar und froh, daß ich zehn Jahre mit Rudi arbeiten durfte und ich habe von ihm mehr gelernt als in 13 Jahren Schule. Ich bin natürlich sehr traurig, aber im Himmel gibt es jetzt viel zu lachen“.

          (Bernd Stelter, Fernsehmoderator und Kabarettist)

          „Die Nachricht von Rudis Tod hat mich tief getroffen, obwohl wir alle um seine Krankheit wußten. Zehn Jahre waren wir zusammen bei „7 Tage - 7 Köpfe“ ein tolles Team und mit seiner unendlichen Erfahrung war er für mich all die Jahre immer ein Vorbild. Neben der professionellen Ebene durfte ich Rudi aber auch als einen sehr emotionalen und familiären Menschen erleben. Rudi war nicht nur ein Kollege für mich, sondern ein sehr väterlicher und guter Freund, den ich sehr vermissen werde und dem ich viel zu verdanken habe. Rudi, ich werde Dich nie vergessen.“

          (Gaby Köster, Kabarettistin)

          „Rudi ist gestorben, aber er wird immer da sein. Er hat wie kein anderer Entertainer Komik und Komiker im deutschen Fernsehleben beeinflußt Danke, Rudi!“

          (Kalle Pohl, Musiker und Komiker)

          „Rudi Carrell war für mich nicht nur ein Vorbild, sondern durch unsere enge Zusammenarbeit bei „7 Tage - 7 Köpfe“ auch ein liebgewonnener Freund, der mich seit Beginn meiner Karriere immer mit hilfreichen Tips und Tricks väterlich unterstützt hat. Ich bin sehr, sehr traurig, daß ein toller Mensch von uns gegangen ist und werde Rudi immer in meinem Herzen tragen.“

          (Atze Schröder, Komiker)

          „Rudi Carrell war einer der letzten großen Entertainer und für mich als junger Comedian immer ein Vorbild. Bei meinen Auftritten bei „7 Tage - 7 Köpfe“ habe ich ihn nicht als den „großen Rudi Carrell“ kennen gelernt, sonder als einen sehr netten, ruhigen und herzlichen Gastgeber und so werde ich ihn immer in Erinnerung halten!“

          (Mario Barth, Komiker)

          „Die Nachricht vom Tode Rudi Carrells hat uns alle im WDR sehr getroffen. Rudi Carrell hat über drei Jahrzehnte hinweg die ARD-Unterhaltung mitgeprägt, seine Shows waren Publikumsmagnete. (...) Rudi Carrell war ein Workoholic, der sich und andere nicht schonte. Sein Instinkt für das Publikum war untrüglich. Rudi Carrell liebte das Publikum und brauchte die Anerkennung und seinen Zuspruch, die es ihm entgegenbrachte. Aber er hat immer auch die Menschen hinter den Kulissen daran teilhaben lassen. Bei aller Kritik, die er an seinen Kollegen geübt hat - auf sein Team ließ er nichts kommen. Beeindruckend und bewegend war, wie er mit seiner schweren Krankheit umging. Bis zuletzt war er der große Entertainer, als der er in Erinnerung bleiben wird.“

          (Fritz Pleitgen, WDR-Intendant)

          „Mit Rudi Carrell verliert Deutschland nicht nur eine ihrer größten Show-Legenden, sondern einen Mann, der wie kaum ein anderer für seinen Beruf und sein Publikum gelebt hat. Und wer Rudi Carrell kennt, weiß, daß er sich im Himmel nur kurz ausruhen wird, um dann auch dort für gute Unterhaltung zu sorgen.“

          (Matthias Alberti, Sat.1-Unterhaltungschef)

          „Rudi Carrells Tod kam für mich ganz plötzlich, obwohl ich schon lange wußte, wie krank er gewesen ist. Mit ihm verbinde ich eine sehr persönliche Geschichte: Meinen ersten Fernsehjob hatte ich bei „Herzblatt“, damals moderierte er die Show. Er war der erste große Entertainer, den ich kennen gelernt habe. Ich habe ihn immer für seinen Humor und seine Ideen bewundert und für all das, was er geleistet und geschaffen hat. Es ist tiefer Respekt, den ich ihm gegenüber empfinde. Rudi Carrell wird mir sehr fehlen.“

          (Vera Int-Veen, Fernsehmoderatorin)

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