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Stiftungen : Warum es eine Bundeskulturstiftung geben muss

  • Aktualisiert am

Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin will eine Bundeskulturstiftung Bild: dpa

FAZ.NET hat nachgefragt: Soll es eine Bundeskulturstiftung geben und wenn ja warum? Sechs Museumsdirektoren gaben Antwort.

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          An diesem Mittwoch wird das Bundeskabinett über die Gründung einer Bundeskulturstiftung beschließen. Sie soll junge Kunst, vor allem Medienkunst, fördern. FAZ.NET hat sechs Museumsdirektoren gefragt, ob Deutschland eine solche Stiftung braucht.

          Peter Weibel (Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe), Wulf Herzogenrath (Bremer Kunsthalle), Raimund Stecker, (Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen), Barbara Steiner (Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig), Ulrich Schneider (Suermondt-Ludwig Museum, Aachen), Veit Loers (Museum Abteiberg, Mönchengladbach) sagen: ja! Alle plädieren für eine nachhaltige öffentliche Förderung experimenteller Kunst.

          Risikokunst muss wieder salonfähig werden

          Die Förderung ist notwendig und überfällig, findet Professor Peter Weibel, Direktor des Zentrums für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe. Dringend muss es in Deutschland wieder eine öffentliche Unterstützung von Risikokultur geben. Auch in früheren Jahrhunderten war das Experimentelle oft nicht marktfähig, betont der Medienexperte Weibel. Nida-Rümelin plane über die neue Stiftung vor allem Projekte und Künstler zu fördern. Weibel spricht sich dagegen für eine Förderung über die Institutionen aus. Nur die Institutionen können der Kunst die nötige Infrastruktur mitliefern, die sie für ihre öffentliche Wirkung braucht.

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