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Stichwort : Deutschland ist international der drittgrößte Werbemarkt

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Das Interesse des Kunden an Werbung sinkt. Deshalb wird der Kampf um die beste Kamapagne immer schärfer.

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          Nach Angaben des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft wurden im vergangenen Jahr 33,21 Milliarden Euro (66 Milliarden Mark) in Werbung investiert. International ist Deutschland damit nach den Vereinigten Staaten und Japan der drittgrößte Werbemarkt.

          In den vergangenen 36 Jahren ist die Produktion von Werbung in Deutschland gewaltig angeschwollen, die Zahl der Anzeigen, der Werbespots und der beworbenen Marken hat sich vervielfacht. Zugleich hat das Interesse an Werbung deutlich abgenommen.

          2.000 Werbeimpulse prasseln täglich auf den deutschen Durchschnittsbürger ein. Untersuchungen zufolge verpuffen 50 bis 75 Prozent der Werbung wirkungslos. Der Kampf um die Aufmerksamkeit der Konsumenten hat sich deshalb verschärft und vor allem extrem verteuert.

          Was aus dem Werberauschen herausragt und zum Teil sogar Kulturgeschichte geworden ist, wird im Düsseldorfer NRW-Forum für Kultur und Wirtschaft gezeigt. Die Ausstellung dokumentiert die Gewinner dieses Kampfes, die der deutsche Art Directors Club (ADC) jährlich herausfiltert.

          Gelungene Werbung kommt demnach im Laufe der Jahre mit immer weniger Text aus: Ein Auto im Stau mit Bissspuren im Lenkrad, dazu das Logo der Bahn, mehr braucht der Konsument offenbar nicht, um die Botschaft zu verstehen.

          Die Auszeichnungen des ADC gelten als die „Oscars“ der Werbebranche. Von 7.000 Einsendungen erhielten in diesem Jahr gerade zwei Prozent eine der begehrten Ehrungen. 1964 wurde der ADC als Berufsverband der Kreativen gegründet. Die Gründung verdanken die Werber ihrem Kollegen Michael Schirner, der 1964 als Lehrling auf die Idee kam, ein dem US-amerikanischen ADC vergleichbaren Dachverband nachzubilden.

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