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Steffen Simon : Platzverweis für einen Reporter

Steffen Simon ist Sportchef des WDR. Und er kommentiert im Ersten den Fußball. Leider, muss man sagen. Denn er macht diesen Job nicht gut.

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          Steffen Simon ist Sportchef des WDR. Und er kommentiert im Ersten den Fußball. Leider, muss man sagen. Denn er macht diesen Job nicht gut.

          Er macht ihn gar nicht gut. Er macht ihn so schlecht, dass es eine Zumutung und Unverschämtheit ist. Zu hören war das wieder einmal und in höchster Potenz am vergangenen Montag bei der Übertragung des Relegationsspiels zwischen Kaiserslautern und Hoffenheim.

          Kann sich jemand erinnern, jemals eine parteiischere Kommentierung miterlebt zu haben? Kein gutes Haar ließ Simon an den Hoffenheimern, jede Szene interpretierte er einseitig, wie sehr er Kaiserslautern den Sieg und den Aufstieg in die Bundesliga wünschte, das drückte sich in jedem Satz aus,

          Simon platzte geradezu vor Enttäuschung, als Jannik Vestergaard das 2:1 für Hoffenheim erzielte. Dass Simon vom Spiel keine Ahnung hat, weiß man ja (da gesellt er sich zu Béla Réthy im ZDF). Aber diese Herablassung, diese fortwährenden perfiden Bemerkungen zu Hoffenheim, dieses Runterreden, das Pathos, als die Fans der Lauterer zum Schluss „You’ll never walk alone“ anstimmten - unfassbar, eine einzige journalistische Blutgrätsche.

          Dieser Mann versteht nichts von seinem Beruf und dessen professionellen Maßstäben. Da hilft nur eins: Simon muss vom Platz. Rote Karte. Sperre für immer.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

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