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Sicherheit jüdischer Gemeinden : Ihr braucht Leute, denen ihr vertraut

  • -Aktualisiert am

Die Budapester Synagoge Bild: Steffi Hentschke

Nicht erst seit dem Anschlag von Halle fragen sich jüdische Gemeinden, wie sie sich besser vor Hass und Terror schützen können. Helfen ein Panikknopf, noch mehr Kameras, Sprengstoffhunde? Zwei Tage beim Sicherheitstraining des European Jewish Congress in Budapest

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          In dem fensterlosen Konferenzraum kann Péter Gönczi offen sprechen. Gönczi, Anfang sechzig, trainierte Oberarme und fester Händedruck, ist der Sicherheitschef der jüdischen Gemeinde Ungarns, der Mazsihisz. An diesem Sonntag will er den angereisten Vertretern anderer jüdischen Gemeinden erklären, worauf es bei seiner Arbeit ankommt. „Man muss die Behörden immer wieder daran erinnern, dass wir existieren. Wir bringen mal eine Flasche Wein vorbei, laden zum Essen ein, zeigen, dass wir nichts Besseres sind“, sagt Gönczi. Die Runde nickt.

          Pittsburgh, Halle, zuletzt der Angriff auf einen koscheren Supermarkt in New Jersey: Nach den Anschlägen auf jüdische Einrichtungen müssen sich jüdische Gemeinden fragen, ob sie für den Ernstfall ausreichend vorbereitet sind. Fünfundzwanzig Vertreter verschiedener Gemeinden aus Europa – aus Hamburg, Brüssel, Dublin und Rom – sind deshalb nach Budapest gereist. Sie wollen an einem viertägigen Sicherheitstraining des European Jewish Congress (EJC) teilnehmen. An zwei Tagen davon darf ich als Reporterin dabei sein. Darf Einblick erhalten in eine Welt, die für Juden in der Diaspora Alltag ist, für Nichtjuden aber weitestgehend unsichtbar bleibt.

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