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Schulöffnungen in China : Eine Handy-App soll das Infektionsrisiko berechnen

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Schüler einer Mittelschule in der Provinz Hunan sitzen mit Mundschutz im Unterricht. Die Schulen sind dort seit dem 13. April wieder für alle Schüler geöffnet, nachdem Oberschüler, die in diesem Schuljahr ihren Abschluss bestreiten, bereits seit dem 7. April wieder zur Schule gehen. Bild: dpa

Seit Mitte Januar waren die Schulen in China landesweit geschlossen. Jetzt sind die Abschlussklassen in Peking und Shanghai zurückgekehrt. Die Polizei ist im Einsatz, regelmäßig wird Fieber gemessen.

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          Nach monatelanger Isolation wegen der Coronavirus-Pandemie sind in den chinesischen Metropolen Peking und Shanghai zehntausende Kinder und Jugendliche an ihre Schulen zurückgekehrt. In Shanghai öffneten am Montag die Klassenräume für die Abschlussklassen der Mittel- und Oberschule, während in Peking der Unterricht zunächst nur für die 49.000 Schüler in den Abschlussklassen der Oberschulen begann. Seit Mitte Januar waren Schulen in China landesweit geschlossen.

          Für die zurückkehrenden Schüler gelten strenge Vorsichtsmaßnahmen. Polizisten beaufsichtigten am Morgen die Schulen in Peking, Mitarbeiter desinfizierten fortlaufend die Schuleingänge. „Ich habe Masken, Mülltüten und Desinfektionsmittel mitgebracht“, sagte der Schüler Meng Xianghao der Nachrichtenagentur AFP.

          Nach Angaben des Bildungsministeriums wird bei den Schülern in der Hauptstadt täglich vor Unterrichtsbeginn Fieber gemessen. Zudem müssen sie vor Betreten des Schulgebäudes einen Gesundheits-Code auf einer speziellen Handy-App vorzeigen, der das Infektionsrisiko des Handynutzers berechnet. Einige Schulen in Peking hätten den Unterrichtsbeginn vorab mit Schauspielern geprobt, erklärte das Ministerium.

          In der staatlichen Zeitung „Beijing Daily“ abgebildete Fotos von den Klassenräumen in Peking zeigten große Abstände zwischen den Tischen von Schülern. Abstandsregeln gelten auch in den Kantinen. Einige Schulen haben ihren Schülern dort feste Sitzplätze zugeteilt.

          Wegen der monatelangen Schulschließungen verlegte die Regierung in Peking die Abschlussexamina Gaokao, die der deutschen Hochschulreife entsprechen, um einen Monat auf Juli - eine Erleichterung für viele Schüler. „In der Schule gibt es eine gewisse Atmosphäre für das Lernen - zu Hause ist das nicht so“, sagte der 17-jährige Wang Yuchen über die Zeit der Isolation.

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