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Schulmädchen-Report : Was wollen junge Frauen wirklich?

  • -Aktualisiert am

Der Teddy ist wir alle: Szenenbild aus „Schulmädchen-Report XI“ Bild: ddp Images

Vor fünfzig Jahren kam der „Schulmädchen-Report“ ins Kino. Ging es in Deutschlands erfolgreichster Filmreihe um sexuelle Befreiung? Oder war sie Vorwand für eine ganz andere Revolution?

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          Das sind wir: die Mädchen von heute. Wir sind neugierig und wir sind ehrlich zu uns – dort wo ihr, die Erwachsenen, zu viel gelogen habt“, sagt eine helle Off-Stimme. Dazu düsen Halbstarke im VW-Käfer auf das Münchener Siegestor zu. Der revolutionäre Geist der Jugendbewegung scheint 1970 auch die Kinos der spießigen Mehrheitsgesellschaft erreicht zu haben. Deutschland sollte endlich erfahren, was junge Frauen zu sagen haben. So das Versprechen von Ernst Hofbauers „Schulmädchen-Report: Was Eltern nicht für möglich halten“. Nur ist gerade dieses Versprechen die eigentliche Lüge.

          „Kult“ wurde der Schulmädchen-Report, weil er eine völlig andere Revolution bezweckte: unbehelligt so viele nackte Brüste wie möglich auf der großen Leinwand unterzubringen. Es war der Geniestreich, Pornographie als Aufklärungskino zu verkaufen: „Woke Marketing“, bevor es das Konzept gab.

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