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Deutsch-türkischer Autor : Akhanli wird nicht ausgeliefert

  • Aktualisiert am

Akhanli bei einer Pressekonferenz in Madrid Bild: AFP

Der türkischstämmige Schriftsteller Dogan Akhanli wird von Spanien nicht an die Türkei ausgeliefert. Das teilte das spanische Justizministerium am Freitag in Madrid mit.

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          Der türkischstämmige deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli aus Köln wird nun doch nicht an die Türkei ausgeliefert und darf nach Deutschland zurückkehren. Akhanli war im August während eines Spanienurlaubs auf Betreiben der Türkei vorübergehend festgenommen worden. Nach einem Tag in Haft wurde der in der Osttürkei geborene Autor unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Er durfte Spanien nicht verlassen, musste seinen Reisepass abgeben und sich einmal pro Woche bei den Behörden melden. Ihm drohte die Auslieferung an die Türkei, wo ihm schwere Verbrechen vorgeworfen werden. Die Bestätigung durch das
          Gericht gilt als Formsache und wird innerhalb weniger Tage erwartet. Akhanli kann also wahrscheinlich nächste Woche nach Köln zurückkehren.

          Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat den Stopp des Auslieferungsverfahrens gegen den deutschtürkischen Schriftsteller Dogan Akhanli durch die spanische Regierung begrüßt. „Ich bin sehr erleichtert und freue mich, dass das spanische Kabinett das Auslieferungsverfahren der Türkei für Herrn Akhanli nicht mehr weiterführen will“, sagte Gabriel am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Damit Akhanli ausreisen könne, müsse jetzt das zuständige Gericht die bisherigen Auflagen noch aufheben. „Ich hoffe, dass dies nun schnell und unkompliziert passiert, so dass Herr Akhanli nach Deutschland zurückkehren kann.“

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