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Schriftsteller : Autor Ken Kesey tot

  • Aktualisiert am

Ken Kesey im Jahr 1997 vor seinem „Magic Bus” Bild:

Mit „Einer flog über das Kuckucksnest" wurde der Schriftsteller Ken Kesey weltberühmt.

          1 Min.

          Ken Kesey, der Autor des Romans „Einer flog über das Kuckucksnest“ und Pionier der Hippie- und LSD-Bewegung, ist tot. Wie der Nachrichtensender CNN am Samstag berichtete, starb der 66-jährige Amerikaner in einem Krankenhaus in Eugene im US- Bundesstaat Oregon an Leberkrebs. Dort war ihm vor einigen Wochen ein Tumor entfernt worden.

          1962 feierte Kesey mit seinem Bestseller „Einer flog über das Kuckucksnest“ ein sensationelles literarisches Debüt. Das Buch wurde 1974 von Regisseur Milos Forman mit Jack Nicholson in der Hauptrolle verfilmt und gewann vier Oscars. Kesey, der nach eigenen Angaben den Film nie gesehen hat, verklagte die Produzenten, weil sie seine Hauptfigur, einen schizophrenen Indianer, in eine Nebenrolle verwandelt hatten. Nach dem Welterfolg mit „Einer flog über das Kuckucksnest“ schrieb Kesey nur noch zwei Romane, den letzten im Jahr 1992.

          Kesey lebte seit Mitte der 60er Jahre auf einer Farm in Pleasant Hill in Oregon, die zum Anziehungs- und Inspirationspunkt vieler Hippies wurde. Er nahm an den ersten staatlichen LSD-Experimenten teil. Mit Neal Cassidy und anderen Freunden ging er unter dem Namen „Merry Pranksters“ 1964 auf eine legendäre Drogen-Hippie-Bustour quer durch die USA, über die der Autor Tom Wolfe berichtete. Zeitweilig lebte Kesey in Mexiko, um einer Haftstrafe wegen illegalen Drogenbesitzes in den USA zu entgehen. Später verbüßte er in Kalifornien doch noch vier Monate wegen des Besitzes von Marihuana.

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