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Hackerangriff : Die Daten sind in der Welt

Mit grünen Symbolreihen in die Matrix: Symbolbild eines Hackerangriffs. Bild: EPA

Für diejenigen, die von dem Hackerangriff auf vertrauliche und private Daten betroffen sind, gibt es eine schlechte Nachricht. Was der Hacker ausgebreitet hat, wird sich kaum je wieder einsammeln lassen.

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          Als am 4. Januar – zumindest weiteren Teilen der Öffentlichkeit – bekannt wird, das Hunderten Politikern und anderweitig in der Öffentlichkeit stehenden Menschen höchst private Daten abhanden gekommen und im Internet veröffentlicht worden sind, bricht Hektik aus. Die Frage lautet: Wem ist wann was aufgefallen? Wie konnte das passieren? Wer ist schuld? Die Frage, welche die Betroffenen am stärksten interessieren dürfte, geht beinahe unter: Wie kriegen wir den Mist eigentlich wieder weg?

          Ein ehemaliger Hacker aus Südafrika, der einst selbst mit IT-Schwachstellen Geschäfte gemacht haben soll und sich unter dem Pseudonym „The Grugq“ auf Twitter regelmäßig zu Cyber-Kriminalität äußert, schreibt am Nachmittag des 4. Januar: „Dieses Datenleck hat soviel Daten beiseite gelegt, um eine Löschung (,Take Down’) zu verhindern. Es muss Stunden benötigt haben, das hochzuladen. 70 Spiegelserver mit den Download-Links, 40 d/l links, jeder mit (wieder) drei bis fünf Spiegelservern, 161 Spiegelserver mit Dateien, plus die Tweets, blog posts, Spiegelserver mit Spiegelserver-Links.“ Es sei „viel zu viel Arbeit“ darauf verwendet worden, sicherzustellen, „dass es sehr hart wird, die Daten zu löschen“.

          Marco Preuss, Leiter des europäischen Analyse-Teams der russischen Antiviren-Softwarefirma Kaspersky, erklärt auf Anfrage: „Dass man die Daten je wieder aus dem Netz wegbekommt, ist eher unwahrscheinlich.“ Das habe zwei Gründe: Einerseits seien einige der Original-Links nach wie vor verfügbar. Andererseits sei unklar, auf wie vielen Rechnern die Daten schon gespeichert sind. Eine hohe Anzahl genutzter „Hoster“, also jener, die Speicherplatz zur Verfügung stellen, und Dienste in verschiedenen Ländern erschweren den „Take down“.

          Oft würden die Daten so verteilt, so dass man mit ausländischen Strafbehörden zusammenarbeiten müsse. Man könne untersuchen, welche Dienste involviert sind, die zuständigen Unternehmen kontaktieren, die betroffenen Accounts und Daten blockieren respektive Twitter-Accounts und Internetadressen deaktivieren. Gleichwohl haben sich Tausende von Nutzern über private Rechner schon an dem geleakten Datenfundus bedient. Die Daten sind in der Welt.

          Axel Weidemann

          Redakteur im Feuilleton.

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