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Im Alter von 82 Jahren : Schauspieler Burt Reynolds ist tot

  • Aktualisiert am

Burt Reynolds – hier während eines Interviews in London im Dezember 2015. Bild: Reuters

Hollywood-Schauspieler Burt Reynolds ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Der Amerikaner war unter anderem bekannt für seine Rolle im Film „Auf dem Highway ist die Hölle los“ – gewann aber nie einen Oscar.

          Hollywoodstar Burt Reynolds ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Das berichteten mehrere amerikanische Medien am Donnerstag übereinstimmend, darunter der Sender CNN und das Magazin „Hollywood Reporter“. In der Westernserie „Rauchende Colts“ war Reynolds in den 60er Jahren lange als Hufschmied Quint Asper zu sehen. Vor allem in den 70er und 80er Jahren galt Reynolds in Hollywood als Kassenmagnet. Thriller wie „Beim Sterben ist jeder der Erste“ und „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ wurden zu Hits.

          Einen Oscar gewann der aus Michigan stammende Darsteller nie, für „Boogie Nights“ 1998 aber einen Golden Globe als bester Nebendarsteller. Darin spielte er einen Pornofilm-Produzenten.

          „Burt Reynolds war einer meiner Helden“

          Reynolds Leben war trotz Millionengagen ein Wechselbad, zu dem auch Bankrotterklärungen und eine schlagzeilenträchtige Scheidung von Kollegin Loni Anderson gehörten. Neben der Ehe mit Anderson zählte er einen hüllenlosen Auftritt auf einem Bärenfell zu seinen größten Fehlern. 1972 war Reynolds als erster Mann nackt in der Zeitschrift „Cosmopolitan“ zu sehen. Aus Hollywood war das einstige Sexsymbol später nach Florida gezogen. Dort betrieb er eine Schauspielschule.

          Aus alten Zeiten: Burt Reynolds und die Schauspielerin Dinah Shore im November 1971. Bilderstrecke

          Für Regisseur Sönke Wortmann und Produzent Til Schweiger trat er 2001 in „Der Himmel von Hollywood“ und „Auf Herz und Nieren“ vor die Kamera. Mit Sylvester Stallone gab er in der Rennfahrer-Story „Driven“ Gas. Der deutsche Regisseur Uwe Boll setzte ihn in der Videospielverfilmung „Schwerter des Königs - Dungeon Siege“ (2007) als König ein. In dem Drama „All In - Alles oder nichts“ (2008) glänzte er als alter Poker-Profi.

          Zuletzt sollte Reynolds neben Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Al Pacino für Regisseur Quentin Tarantino am Film „Once Upon A Time in Hollywood“ mitwirken, der 2019 erscheinen soll. „Burt Reynolds war einer meiner Helden“, schrieb Arnold Schwarzenegger auf Twitter. „Er gab den Weg vor für den Übergang vom Athleten zum bestbezahlten Schauspieler, und er hat mich immer inspiriert.“ Reynolds habe einen „großartigen Sinn für Humor“ gehabt. „Meine Gedanken sind bei seiner Familie“, schrieb Schwarzenegger.

          Reynolds war vor seiner Schauspielkarriere als Footballspieler aktiv gewesen. Tennislegende Boris Becker würdigte Reynolds als „eine der letzten Ikonen in Hollywood“. Auch zuletzt gab sich der alternde Star immer noch gerne als strahlender Charmeur, mit Schnauzbart, Halstuch, grauem Toupet, gelegentlich auch mit rosa Sonnenbrille. „Ich bin froh darüber, dass ich 80 werde“, witzelte er 2016 in der Zeitschrift „Closer Weekly“. Und fügte mit sarkastischem Witz hinzu: „Denn die Alternative ist ziemlich düster!“.

          Reynolds zog in seinen Memoiren „But Enough About Me“ („Aber genug von mir“) und in Interviews Bilanz. Er habe sich oft „wie ein Arschloch“ verhalten und nur an sich gedacht, gestand Reynolds ein. „Ich hoffe, ich kann einiges davon noch gutmachen“, sagte er 2015 dem Magazin „GQ“.

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