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Koranlektüre im Halbdunkel einer palästinensischen Moschee

Debatte um den „West-östlichen Divan“ : Goethe war Araber

Goethes „West-östlicher Divan“ ist antisarrazinisch, weil dies kein Buch der Spaltung ist, sondern ein Großwerk des Dialogs. Im Einfühlungsvermögen in die islamische Kultur ist Goethe ein Gigant. Ein Beitrag des Schriftstellers Thomas Lehr zur „Divan“-Debatte.
Berlin-Kreuzberg ist heute ein Problemviertel - Schuld hat die Politik

Integration in Berlin : Der Zug fährt ab

Wenn inzwischen sogar Migranten aus Migrantenvierteln wegziehen, ist Integration vielleicht gar kein ethnisches Problem, sondern ein soziales. Eine Bestandsaufnahme in Berlin-Kreuzberg.

Trikotfarben : Türkisgate

Österreich hat auf dem EM-Fußballfeld ein Farbproblem, weshalb die Nationalmannschaft unentwegt in neuen Trikots aufläuft. Aber was hat das bloß mit Sebastian Kurz, Gustav Klimt und Maria Theresia zu tun?

Rückgabe der Benin-Bronzen : Das entleerte Museum

Für wessen koloniale Vergangenheit stehen die Benin-Bronzen? Mit der Herausgabe der Kunstwerke macht Deutschland sich erpressbar.

Kampagne gegen GB News : Heuchlerischer Boykott

Unternehmen ziehen ihre Werbung aus dem neuen britischen Sender GB News ab, weil Lobbyisten von „Stop Funding Hate“ sie dazu drängen. GB News sei „toxisch“: Das wussten die vermeintlichen Moralwächter schon vor der ersten Sendung.

„yellowfacing“-Vorwurf : Wo die Verfremdung endet

Zu viele geschwungene Lidstriche: Die Scottish Opera hat mit der Oper „Nixon in China“ eine Achterbahn der Rezeption hinter sich.

Hubert Winkels provoziert : Welche Kulturkritik wollen wir?

Am Katzentisch zwischen Habermas und André Rieu: Hubert Winkels stellt in seiner Klagenfurter Rede zur Literatur die Grundfrage des heutigen Kulturjournalismus. Sie lautet: Warum sollte man sich für Expertentum schämen?

Intendantenwahl im ZDF : Mit Personal Politik machen

Zwei Kandidaten treten zur Intendantenwahl im ZDF an. Dass es zwei sind, ist nicht ungewöhnlich. Die Hintergründe ihrer Benennung aber erinnern an dunkle Politgeschacherzeiten.

Debatte um Maskenpflicht : Lasst die Masken fallen

Das, was in Deutschland gerade noch heftig debattiert wird, ist in Dänemark schon beschlossene Sache: Die Masken sind gefallen, die Menschen schauen sich wieder ins Gesicht. Wer jetzt noch einen Mund-Nasen-Schutz trägt, wird als Delinquent angesehen.

Rai-Mitarbeiter stehlen Kunst : Langfinger im Sender

Beim italienischen Sender Rai sind rund 120 Kunstwerke gestohlen worden. Angestellte ließen seit Jahren offenbar ein Bild nach dem anderen verschwinden. Der erste Dieb flog nun auf.

Fußball-EM im Fernsehen : Schweigen

Als der Spieler Christian Eriksen während der EM-Partie Dänemark gegen Finnland zusammenbrach, schien die Fußballwelt stillzustehen. Doch dauerte es nicht lange, da kam das ZDF in die Kritik. Berechtigterweise?
Aufsteigerin aus einem fremden Kulturkreis

Demographischer Wandel : Seehofers Stimmungspolitik

Deutschland wird ohne qualifizierte Einwanderung erodieren. Vielleicht weiß das auch Horst Seehofer. Wenn er nun aber behauptet, Deutschland benötige keine Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen, führt er die Bürger in eine gefährliche Irre. Ein Kommentar von Frank Schirrmacher.

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  • Sarrazin verlässt freiwillig die Bundesbank : „Das hält auf Dauer keiner durch“

    Thilo Sarrazin hat die Bundesbank nun doch freiwillig verlassen. Auf Dauer halte es niemand durch, sich mit der gesamten politischen Klasse und 70 Prozent der veröffentlichten Meinung anzulegen, sagte der 65-Jährige. Ob er eine Abfindung bekommt, ist bislang unklar. Die Bundesregierung begrüßte den Schritt.
  • Buchvorstellung in Potsdam : Heimspiel für Sarrazin

    Thilo Sarrazin eröffnet am Donnerstagabend in Potsdam die Lesereihe zu seinem umstrittenen Buch „Deutschland schafft sich ab“ - und sorgt gleich wieder für Schlagzeilen: Während der Veranstaltung bestätigt er, dass er sich aus dem Vorstand der Bundesbank zurückziehen wird.
  • Sarrazin geht. Und die Bundesbank verleiht ihm eine weiße Weste

    Das Dossier Sarrazin : Der Richtungswechsel der Bundesbank

    Mit der erfolgten Art der Trennung hat die Bundesbank Thilo Sarrazin quasi weiß gewaschen. Offensichtlich war sie zu diesem Richtungswechsel bereit, um das Dossier Sarrazin ein für allemal beenden zu können.
  • Thilo Sarrazin: Politisch motivierte Abberufung?

    Staatsrechtslehrer hat Bedenken : „Zweifelhaftes Verfahren gegen Sarrazin“

    Der Freiburger Staatsrechtslehrer Schoch hat Bedenken gegen das Verfahren der Abberufung Thilo Sarrazins aus dem Bundesbankvorstand. In der F.A.Z. schreibt Schoch, die Initiative dazu hätte vom Bundesrat ausgehen müssen. Bundespräsident und Kanzlerin erweckten den Anschein von „Befangenheit“.
  • Wurde vom Bundesrat als Vorstand vorgeschlagen: Thilo Sarrazin

    Der Fall Sarrazin : Eine Chance für den Bundesbank-Vorstand

    Die Affäre um Thilo Sarrazin wirft ein ungutes Licht auf das Verfahren, mit dem Vorstände der Deutschen Bundesbank berufen werden. Bislang dürfen abwechselnd die Bundesregierung und die Länder die Kandidaten bestimmen. Ist das noch zeitgemäß? Eine Analyse von Stefan Ruhkamp.
  • Gibt es Sarrazins Deutschland? Straßenszene in Berlin Neukölln

    Integrations-Debatte : Die unterschlagenen fünftausend Prozent

    Als Expertin für den Bildungsaufstieg der türkischen Migranten wird gerade Naika Foroutan herumgereicht. Doch die beeindruckenden Erfolge, von denen sie berichtet, dokumentieren eine Irreführung mittels Statistik.
  • Gabriel in der Moschee: „Noch ungeklärte Aufgaben” im Miteinander zwischen Deutschen und Migranten

    SPD : Schmerzvoller Abschied vom Multikulti

    Lange hat die SPD vernachlässigt, wie viele Probleme durch Einwanderung entstanden sind. Jetzt wollte sie sich dem stellen. Aber nun zieht die Causa Sarrazin alle Aufmerksamkeit auf sich und zeigt, dass die Integrationspolitik der SPD nicht mehr mit der Wirklichkeit ihrer Mitglieder korrespondiert.
  • Der Fall Sarrazin : Bundesbank unter Feuer

    Nicht Inflation hat der Deutschen Bundesbank die schwerste Krise ihrer Geschichte beschert, sondern die Vorgänge um Vorstand Thilo Sarrazin. Die Notenbank ist ihm immer fremd geblieben. Dem Apparat der Bundesbank begegnet er bisweilen mit Verachtung.
  • Die Katstrophe des Denkens in Gruppenzugehörigkeiten: Trauerfeier für die von einem Russlanddeutschen in Dresden ermordete Ägypterin

    Integrations-Debatte : Einwachsen statt auswachsen

    Abstammung ist kein Schicksal: Entscheidend für die Integration von Einwanderern ist die Befreiung von autoritären Prägungen. Der liberale Staat darf die Vaterrolle nicht ablehnen, meint die Integrationsforscherin Lena Kornyeyeva.
  • Kein Max Weber: Thilo Sarrazin im Studio von „Hart aber fair”

    Fernseh-Frühkritik: „Hart aber fair“ : Ein Mann auf verlorenem Posten

    Thilo Sarrazin hat sich in seinem Buch bemüht, jede Menge Ängste, Falschinformationen, Mutmaßungen und Projektionen zu bewältigen. Die Art und Weise, wie er damit umgeht, lässt auf eine große intellektuelle Einsamkeit schließen. Sie trat bei „Hart aber fair“ deutlich zutage.
  • Auf fast verlorenem Posten: Die Lehrerin Betül Durmaz

    Gelebte Integration : Sie würde niemals ein Kopftuch tragen

    Ihr Dasein als Lehrerin erschöpfe sich zu 80 Prozent in Sozialarbeit, sagt sie: Betül Durmaz unterrichtet an der Malteser-Förderschule in Gelsenkirchen. Das Erste zeigt einen beeindruckenden Film über ihren Kampf gegen Parallelgesellschaften.
  • Typisch - für eine bestimmte Art von Sozialdemokraten: Thilo Sarrazin und die protestantische Pfarrhäuser bei „Beckmann” (l. Aygul Özkan)

    Fernseh-Frühkritik: Beckmann : Ein Impfstoff namens Sarrazin

    Özdag, Özkan, das özt doch egal: Thilo Sarrazin wirkt bei „Beckmann“ wie eine Figur von Wolfgang Menge - so richtig aufregen will und kann sich darüber keiner. Denn sein Altmann-Gemecker ist zwar xenophob, wirkt im Fernsehen aber hilflos.
  • Thilo Sarrazin bei der Vorstellung seines Buches

    Integrations-Debatte : Bundesbank will Sarrazin vorerst nicht abberufen

    Die Bundesbank verzichtet auf einen Abwahlantrag gegen ihr Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin. Man distanziere sich aber von dessen Äußerungen, hieß es in einer Erklärung der Bank. Das SPD-Präsidium beschloss, ein Parteiordnungsverfahren gegen Sarrazin einzuleiten.
  • Sarrazins Konsequenz : Ein fataler Irrweg

    Thilo Sarrazin ist der Ghostwriter einer verängstigten Gesellschaft. Aber er verschweigt die Pointe seines Thrillers. Seine Thesen laufen auf eine vollständige Neudefinition unseres Begriffs von Kultur hinaus und erschöpfen sich nicht in muslimischen Milieus.
  • Für eine inhaltliche anstelle einer moralischen Diskussion der Thesen Sarrazins: Necla Kelek

    Integrations-Debatte : Ein Befreiungsschlag

    Die Thesen von Thilo Sarrazin zu Bildung und Zuwanderung sollte man diskutieren, nicht den Autor verteufeln. Aber die politische Klasse, der seine Kritik gilt, verweigert sich der Debatte, argumentiert die Soziologin Necla Kelek.