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Russland in der Pandemie : So sieht eine Corona-Diktatur aus

  • -Aktualisiert am

Totengräber auf einem Friedhof bei Sankt Petersburg: Seit dem 18. Juni werden täglich mehr als 17.000 Neuerkrankungen registriert. Bild: Reuters

In Russland wurde die Pandemie lange verharmlost. Jetzt ist die Zahl der Infektionen höher als je zuvor, und nur elf Prozent der Russen sind geimpft. Das Regime greift zu Zwangsmaßnahmen.

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          Kein Jahr ist es her, dass die große Anti-Corona-Maßnahmen-Demo in Berlin an der russischen Botschaft vorbeizog und deren Teilnehmer, angeheizt vom Posterboy der Bewegung, Attila Hildmann, „Putin, Putin!“ skandierten. Alle Albträume dieser Menschen werden jetzt in Russland Realität. Dort wird zurzeit in immer mehr Regionen die Impfpflicht eingeführt, weil die Pandemie außer Kontrolle geraten ist.

          Noch vor wenigen Wochen schrieben einige deutsche Medien – die querdenkennahen begeistert, die seriösen verwundert –, dass Russland lebe, als gäbe es keine Pandemie: keine Masken, volle Theater, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Restaurants. Voll sind nun auch die Krankenhäuser. Mancherorts, wie zum Beispiel in Moskau, nehmen sie nur noch Akutpatienten auf. Und fast überall dort, wo man Covid-Erkrankte behandelt, wird von Krankenwagenkolonnen berichtet, die stundenlang vor den Notaufnahmen warten. Das erinnert an die frühen Monate der Pandemie, doch die aktuellen Infektionszahlen in Russland sind höher denn je.

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