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Im Garten zuhause : „Es gibt überragende deutsche Gärtner, aber sie mögen die Ordnung“

Am New College in Oxford betreut Robin Lane Fox neben seiner akademischen Arbeit auch den stets bestens gepflegten Garten. Bild: Micha Theiner

Robin Lane Fox und Stefan Rebenich, zwei leidenschaftliche Gärtner, sprechen in Oxford über Leben und Arbeiten mit Pflanzen, Urban Gardening, Farbgefühl und Sinnlichkeit. Und darüber, was einen deutschen von einem englischen Gärtner trennt.

          17 Min.

          Mr. Lane Fox, wir befinden uns hier am New College, Oxford, wo Sie neben ihrer akademischen Arbeit und ihrer wöchentlichen Gartenkolumne seit vielen Jahren den Garten betreuen. Wie geht das vonstatten?

          Gina Thomas
          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Robin Lane Fox: Ich bin ein absoluter Herrscher. Als ich 1979 den Garten übernahm, gab es ein Komitee, das ich nach kurzer Zeit durch einen Staatsstreich nach deutschem Vorbild abgeschafft habe. Nach 1990 haben wir begonnen, die Obergärtner zu pensionieren. Seitdem dirigiere ich Vertragsmannschaften. Wir sind das einzige Gartencollege ohne Obergärtner, zum Glück, weil diese zunehmend schlecht ausgebildet sind und machen, was sie wollen, während hier nur gemacht wird, was ich sage. Als ich vor drei Jahren in den Ruhestand ging, gab es den Versuch eines umgekehrten Staatsstreiches. Ich habe mich mit römischem Können an den breiteren Kreis der Plebejer gewandt, weil diejenigen, die murmelten, dass sie übernehmen wollten, nichts von der Sache verstanden. Es wurde nahezu einstimmig beschlossen, dass ich weitermachen sollte. Allerdings musste ich das Komitee wieder einsetzen. Dem schicke ich jedes Quartal lange Berichte, und wir halten Sitzungen ab. Dann gehen wir unsere Wege und alles läuft wie gehabt. So bin ich bis auf weiteres noch Diktator. Ich habe meine Amtszeit bereits um fünf Jahre verlängert und verfolge mit größtem Interesse die jüngsten Entwicklungen in China.

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