Dossier: Christenverfolgung : Der Exodus
Lesezeit: 13 Min.
Arbil, Beirut, Essen im Februar 2011 Weltweit leben zwei Milliarden Christen. Ihre Religion ist die größte und die am meisten verfolgte. Jeder zehnte Christ ist Opfer von Bedrohung und Gewalt. Besonders im Nahen Osten ist die Lage dramatisch. Radikale Islamisten rufen zur Verfolgung auf: In Ägypten, Iran, Afghanistan. Vor allem im Irak liegen Kirchen in Schutt und Asche. Es vollzieht sich ein Exodus. Das Verbrechen an den Christen verglich Bischof Huber in einer Predigt mit Völkermord. 1,5 Millionen Christen zählte der Irak vor dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein. 334.000 sind übrig. Wer kann, flieht aus dem Land, in dem die zweitausend Jahre alten Ursprünge des Christentums liegen, wo Urvater Abraham lebte, wo die ersten christlichen Gemeinden überhaupt gegründet worden sind. Die Christen waren schon da, lange bevor man die ersten Moscheen und Minarette baute. Die Wurzeln der christlichen Kultur, auf der die Werte der westlichen Welt beruhen, werden nun gekappt. „Wenn der Exodus anhält, haben die Christen im Geburtsland von Abraham bald keine Bedeutung mehr“, sagt der irakische Erzbischof Bascha Matta Warda.
Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos,
ohne
versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen
erhalten
und immer aktuell informiert bleiben.
