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: Wie könnte denn heute die Welt noch bestehen

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Pedro wurde in einer Favela in Rio de Janeiro geboren. Mit drei Jahren schickten ihn seine Eltern zum ersten Mal zum Betteln auf die Straße. Pedro lief später deshalb von zu Hause weg und lebt heute in einer Einrichtung für Straßenkinder. Auch Babbanji war von zu Hause ausgerissen und streifte auf ...

          Pedro wurde in einer Favela in Rio de Janeiro geboren. Mit drei Jahren schickten ihn seine Eltern zum ersten Mal zum Betteln auf die Straße. Pedro lief später deshalb von zu Hause weg und lebt heute in einer Einrichtung für Straßenkinder. Auch Babbanji war von zu Hause ausgerissen und streifte auf der Suche nach Essen und Arbeit in Indien, Tausende von Kilometern von Brasilien entfernt, jahrelang durch Mumbais Straßen. Dann lernte er einen Schriftsteller kennen, kehrte zu seinen Eltern zurück und geht nun wieder zur Schule. Dem Jungen Chhorn Na aus Kambodscha konnte die Unicef helfen: Im Alter von sechs Jahren hatte eine Landmine ihm ein Bein weggerissen, von dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen bekam er eine Prothese geschenkt, so dass Chhorn Na heute wieder laufen kann. Kinder lachen, spielen, sie wachsen und lernen. Und doch gibt es riesige Unterschiede auf der Welt, was es bedeutet, Kind zu sein. Die einen leben in Frieden, die anderen kennen nur Krieg. Was bedeutet Kindheit in der Mongolei, in Kuba, China und in anderen Ländern dieser Welt? Was essen die Kinder dort, was spielen sie und was bedeutet ihnen Schule? Philippe Godard hat eine Reise um den Globus unternommen. In ruhigem Ton, ohne zu sehr den pädagogischen Zeigefinger zu heben, führt uns sein reich mit Fotos illustriertes Buch durch die Welt der Elendsviertel, der Kinderarbeit und des Krieges. Es zeigt aber auch Auswege aus der Not und wie man den Kindern dabei helfen kann.

          kkr

          "Kinder der Welt - für uns erzählt" von Philippe Godard. Knesebeck Verlag, München 2008. 160 Seiten, zahlreiche Fotos. Gebunden, 19,95 Euro.

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