https://www.faz.net/-gqz-wida

: Vor der Reise kommt der Küchenplan

  • Aktualisiert am

Dies ist kein Buch, dies ist ein Schatzkästlein, weshalb "Die Entdeckung der Welt" nach anderen Kriterien beurteilt werden muss als andere Titel zum gleichen Thema. Eine kaum überschaubare Zahl an Expeditionen und Abenteurern begleitet man beim Blättern durch alle Regionen der Welt: vom Nordpol bis zum Südpol, vom Missouri bis in die Wüsten Australiens.

          Dies ist kein Buch, dies ist ein Schatzkästlein, weshalb "Die Entdeckung der Welt" nach anderen Kriterien beurteilt werden muss als andere Titel zum gleichen Thema. Eine kaum überschaubare Zahl an Expeditionen und Abenteurern begleitet man beim Blättern durch alle Regionen der Welt: vom Nordpol bis zum Südpol, vom Missouri bis in die Wüsten Australiens. Dem Autor Beau Riffenburgh genügt dabei pro Gegend eine Doppelseite. Die Texte sind einigermaßen lustlos aus dem Lexikon abgeschrieben und so knapp, dass man wenig mehr erfährt als Daten und Namen. Das mag den einen oder anderen neugierig machen, vermutlich aber gerade nicht die jungen Leser, an die sich das Buch in erster Linie richtet. Ungleich mehr Spaß macht die üppige Bebilderung mit bis zu zehn historischen Illustrationen pro Doppelseite, und vollends begeistert werden Kinder von den Gimmicks sein, die jedem Kapitel beigefügt sind: Faksimiles von Briefen und Verträgen, Pässen und Tagebüchern, Zeichnungen von Tieren, Aquarellen bezaubernder Landschaften und vor allem etlicher Karten aus den Tagen, da der Globus noch übersät war von weißen Flecken. Dass diese Beigaben dort, wo die Weltkarte bis heute weiß geblieben ist, besonders üppig ausfallen, mag der Biographie Beau Riffenburghs geschuldet sein; er hat am Scott Polar Research Institute promoviert und war Redakteur bei "Polar Record". So hat er für den Beitrag über die Antarktis nicht nur den Brief, den Amundsen vom Südpol aus an den norwegischen König schrieb, ausgewählt, sondern auch die seitenlange Rechnung, die Scott von Harrod's für seine Expeditionsvorräte erhielt - sie belief sich auf 2326 Pfund, neun Schilling und dreieinhalb Pence.

          F.L.

          "Die Entdeckung der Welt" von Beau Riffenburgh. Bucher Verlag, München 2007. 80 Seiten, etwa 200 Illustrationen, 30 Dokumente zum Herausnehmen. Gebunden, 49,90 Euro.

          Weitere Themen

          Hoffnung im Angesicht der Apokalypse Video-Seite öffnen

          Filmkritik „Endzeit“ : Hoffnung im Angesicht der Apokalypse

          Blutverschmierte Münder, abgehackte Gliedmaßen und Non-Stop-Action – so kennt man als geneigter Zuschauer das Zombiefilm-Genre. Wie sich der deutsche Film „Endzeit“ dagegen abhebt und warum man gerade als Nicht-Zombie-Fan den Gang ins Kino wagen sollte, erklärt F.A.Z.-Redakteur Andreas Platthaus.

          Topmeldungen

          Trumps Grönland-Idee : Eiskalte Interessen

          Manche Republikaner unterstützen die Idee von Donald Trump, Grönland zu kaufen. Schließlich könnte man so den Einfluss von China und Russland begrenzen – und riesige Rohstoffvorkommen ausbeuten.
          Sommerurlaub verwehrt: Wenn man eine Reise stornieren möchte, kann es auf Internetplattformen Probleme geben.

          Probleme mit Buchungsplattform : Kein Geld zurück

          Plattformen wie Booking.com & Co. nehmen dem Urlauber viel Arbeit ab. Schwierig kann es werden, wenn eine Übernachtung storniert werden soll. Ein Erfahrungsbericht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.