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: Von Palmen gesäumt, mit Schnee bestäubt

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Vereinfacht ließe sich sagen: Die Galápagos-Inseln kennt jeder, das Festland von Ecuador dagegen ist trotz steigender Zahlen im Individualtourismus noch immer eher unbekannt. Peter Korneffel ist mit dem Anspruch angetreten, das "ganze" Land zu präsentieren: von der politischen Sphäre eines "Sozialismus light"-Experiments ...

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          Vereinfacht ließe sich sagen: Die Galápagos-Inseln kennt jeder, das Festland von Ecuador dagegen ist trotz steigender Zahlen im Individualtourismus noch immer eher unbekannt. Peter Korneffel ist mit dem Anspruch angetreten, das "ganze" Land zu präsentieren: von der politischen Sphäre eines "Sozialismus light"-Experiments bis hin zu klimatischen Besonderheiten zwischen Palmenstränden und den Skirouten auf dem Cotopaxi südlich der Hauptstadt Quito. Dass Alexander von Humboldt sich bemühte, den Chimborazo zu besteigen, weiß man allerspätestens seit Kehlmanns "Vermessung der Welt"; bei Korneffel, der das Land seit vierzehn Jahren als Reporter und Expeditionsleiter durchstreift, erfährt man darüber hinaus die Telefonnummer der höchstgelegenen Schutzhütte, die Abfahrtszeiten von Bussen oder die Hotelpreise im talwärts gelegenen Riobamba, der "Wiege der Nation" für die indianischen Ureinwohner und Spaniens erster Stadtgründung im heutigen Ecuador. Das ist kennzeichnend für das ganze Buch: Konkrete Tipps wechseln sich ab mit Informationen zu Historie und Kultur. Von großer Qualität sind auch die Fotografien, denen man allesamt ansieht, dass sie nicht zufällig oder als pure Textfüller zusammengesucht wurden. Wer bei früheren DuMont-Reiseführern ein wenig die Balance zwischen Ästhetik und Praxisgehalt vermisst hatte, wird hier fündig.

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          "Ecuador/Galápagos-Inseln" von Peter Korneffel. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2008. 432 Seiten, zahlreiche Fotos, Karten. Broschiert, 24,95 Euro.

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