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: Söhne und Töchter Mannheims

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Petra Arnold hat Mannheim fotografiert - und Mannheimer. Hundertdreißig Menschen als Vertreter einer Stadt, von der es im Kleingedruckten des Buchs an einer Stelle heißt, ihre "Dualität als Industriemetropole und Kunstregion" sei "einzigartig". Die Auswahl der Personen im Jahr 400 seit Gründung der Stadt aber zeigt ein anderes Bild.

          Petra Arnold hat Mannheim fotografiert - und Mannheimer. Hundertdreißig Menschen als Vertreter einer Stadt, von der es im Kleingedruckten des Buchs an einer Stelle heißt, ihre "Dualität als Industriemetropole und Kunstregion" sei "einzigartig". Die Auswahl der Personen im Jahr 400 seit Gründung der Stadt aber zeigt ein anderes Bild. Hier ein Binnenschiffer, dort zwei Bauunternehmer, außerdem der Mechaniker einer Hubschrauberwerkstatt: Viel mehr Verweise auf die Industrie sind dem Bildband kaum zu entnehmen. Die Kunst dagegen drängt aus allen Gattungen hinein, ob hehr, ob klein, ob bildend. Ein Galerist und der Direktor der Kunsthalle, der Fotograf Gerhard Vormwald, die Sängerin Joy Fleming, Maler von eher regionaler Bedeutung und die Mutter von Xavier Naidoo. Und weil Prominente nie schaden, findet man den Radfahrer Rudi Altig, den Boxer Charles Graf und den Trainer Klaus Schlappner. Petra Arnold hat sie abwechslungsreich in Szene gesetzt, meist mit einem Augenzwinkern, geradeso, als wolle sich Mannheim nicht allzu ernst nehmen. In Erinnerung aber bleiben die eingestreuten Farbaufnahmen oft bizarrer Kulissen. - Unsere Abbildung zeigt das alte Neckarauer Pumpwerk, heute ein Atelier.

          F.L.

          "Mannheimerleben" von Petra Arnold. Edition Quadrat, Mannheim 2006. 200 Seiten, zahlreiche Abbildungen in Farbe und Schwarzweiß. Gebunden, 34,80 Euro. ISBN 3-923003-96-x.

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