https://www.faz.net/-gqz-39l2

Rezension: Sachbuch : Europa

  • Aktualisiert am

"London" von Terence Conran. Nicolai Verlag, Berlin 2001. 144 Seiten, 370 Abbildungen. Gebunden, 36 Euro. ISBN 3-87584-833-0Wo der deutsche Titel bloß ein Stichwort nennt, ist der englische - "Terence Conran on London" - unbedingt eine Empfehlung, denn der so erfahrene wie erfolgreiche Londoner Designer, ...

          1 Min.

          "London" von Terence Conran. Nicolai Verlag, Berlin 2001. 144 Seiten, 370 Abbildungen. Gebunden, 36 Euro. ISBN 3-87584-833-0

          Wo der deutsche Titel bloß ein Stichwort nennt, ist der englische - "Terence Conran on London" - unbedingt eine Empfehlung, denn der so erfahrene wie erfolgreiche Londoner Designer, Unternehmer und Restaurantbesitzer sowie Gründer der Möbelkette "Habitat" und des Restaurants "Bibendum", ist ein Kenner Londons, wie es wenige gibt. Was er "on London" zu erzählen hat, über den Verkehr, das Wohnen und die Arbeit, das Essen, Einkaufen und Sichvergnügen, ergibt am Ende keinen Reiseführer und ist doch mehr als das. Denn wo der Reiseführer programm- und pflichtgemäß in der Ebene der Stadt herumführt, geht Conran in die Tiefe. Er zeigt Entwicklungslinien, indem er ohne jede idealistische Verbrämung von den Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit berichtet. Daß er dabei immer wieder auch von sich und seinen Unternehmungen erzählt, klingt eher nach dem Bemühen um Authentizität als nach Renommiersucht. Ein umfangreicher Informationsteil dokumentiert die erwähnten Restaurants, Museen, Galerien und Geschäfte, bereit zur Probe aufs Exempel. Mit einem immensen Aufgebot an Farbabbildungen aus zahllosen Quellen belegt das großformatige Buch, was es erzählt. Entstanden ist darüber dennoch weniger ein Bildband als eine Fundgrube für alle, die mehr über das heutige London erfahren wollen, als Bücher gewöhnlich preisgeben. (mbe)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Demonstranten in Lausanne, einige Tage bevor sich die Wirtschafts- und Politikelite in Davos trifft. Nicht nur die Klimapolitik steht im Fokus der Protestler – auch der Kapitalismus.

          „Trust-Barometer“ : Deutsche zweifeln am Kapitalismus

          Nur noch jeder achte Deutsche glaubt, dass er von einer wachsenden Wirtschaft profitiert. Viele blicken pessimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte ist der Meinung, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form mehr schadet als hilft.
          Die Weichen werden gerade neu gestellt, es geht raus aus der Kohleförderung.

          „Soziale Wendepunkte“ : Wenn der Klimaschutz ansteckend wird

          Irgendwann kippt das gesellschaftliche Klima, dann kann es doch noch klappen mit dem Stopp der Erderwärmung. Eine Illusion? Forscher haben sechs „soziale Wendepunkte“ ausgemacht, die allesamt bereits aktiviert sind – und ein Umsteuern einläuten könnten.

          F.A.Z. Podcast für Deutschland : Die neue deutsche Rolle im Libyen-Konflikt

          Kann es wirklich Frieden geben in Libyen? Der politische Herausgeber Berthold Kohler und Nahost-Korrespondent Christoph Ehrhardt sprechen darüber mit Moderator Andreas Krobok. Außerdem: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales über Fakenews und Sportwissenschaftler Professor Daniel Memmert über immer jüngere Fußballstars.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.