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Rezension: Sachbuch : Deutschland

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"Kulinarische Reisewege" von Udo Eckert. Südwest Verlag, München 2000. 175 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen. Gebunden, 39,90 Mark. ISBN 3-517-06183-2.Über Jahrhunderte waren die deutschen Lande für ihr gutes Handwerk bekannt, während sie heute ein Musterbeispiel für die Industrialisierung darstellen.

          "Kulinarische Reisewege" von Udo Eckert. Südwest Verlag, München 2000. 175 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen. Gebunden, 39,90 Mark. ISBN 3-517-06183-2.

          Über Jahrhunderte waren die deutschen Lande für ihr gutes Handwerk bekannt, während sie heute ein Musterbeispiel für die Industrialisierung darstellen. Udo Eckert spürt Reisewege hierzulande auf, an denen man auch jetzt noch wie anno dazumal kulinarisches Können von Meistern vorfindet. Im Allgäu entdeckt er eine Käseroute, im Saarland eine Apfelstraße, um Ulm herum Backwaren, dazu stöbert er eine Bierstraße in Franken auf, auch die Bocksbeutelstraße, die Moselweinstraße und so weiter. Der Band ist mit vielen ansprechenden Aufnahmen von Christian Kargl und Frank Heuer bebildert. Die Erzählweise bleibt beschaulich-konventionell und kennt nur Lobenswertes: "Waren Sie denn etwa noch nie im Allgäu? Dann sollten Sie das unbedingt nachholen. Leib und Seele werden es Ihnen danken!" Man höre und staune, daß es auch im Allgäu vor etwa sechstausend Jahren schon Jäger und Sammler gab, die sich Tiere zulegten. Es wird die Geschichte der Käseherstellung in dieser Region vorgetragen, die erst im neunzehnten Jahrhundert einen bedeutenden Aufschwung nahm. Der Autor geht nicht darauf ein, daß das Allgäu - typisch für eine deutsche Käseregion - kaum eigene Käsesorten hervorbringt, sondern nur ausländische nachahmt. Einzig der Weißlacker ist eine Allgäuer Spezialität. Der Unterschied zwischen konventionellem Käse und Rohmilchkäse wird nicht profiliert, sondern Eckert schildert sogleich, wie letzterer gemacht wird, als sei die Erzeugung von edlem Käse selbstverständlich in Deutschland. Der Vorzug des Buchs beginnt schließlich damit, daß der Verfasser tatsächlich gute handwerkliche Molkereien ausfindig macht und vorstellt. Auch bei der Auswahl von Restaurants, die sich jeweils mit einem regionalen Rezept präsentieren, hat Eckert eine glückliche Hand. So liefert das Buch allemal lohnenswerte Adressen an interessanten Routen durch deutsche Lande. (eiz)

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