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Rezension: Sachbuch : Deutschland

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          "Hiddensee" von Herbert Ewe (Text) und Harry Hardenberg (Fotos). Hinstorff Verlag, Rostock 1996. 165 Seiten mit zahlreichen farbigen und einigen schwarzweißen Abbildungen. Gebunden, 49,80 Mark. ISBN 3-356-00665-7.

          Eigentlich dürfte man über Hiddensee keine Silbe schreiben. Wenn es in Deutschland noch ein Stück Land gibt, für welches das schlichte Wort schön zutrifft, dann ist es diese Perle in der Ostsee. Weil aber den Hiddenseer weder Asta Nielsen noch Sigmund Freud, Alfred Kerr, Albert Einstein, Thomas Mann, Käthe Kollwitz, Joachim Ringelnatz, Max Reinhardt, Carl Zuckmayer und Gerhart Hauptmann ausreichten, sie auch offensichtlich nicht mit den 3500 Urlaubern des Jahres 1994 zufriedenzustellen sind, werben sie immer wieder für ihre Insel. Dieses Buch mit den einladenden Fotografien von Harry Hardenberg und dem werbenden Text von Herbert Ewe wird die Hiddensee-Dampfer zwischen dem Rügen-Hafen Schaprode und Vitte füllen. "Der Band versteht sich auch als Einladung, Hiddensee zu besuchen und es in seiner Einmaligkeit zu bewahren." Ob dieser Hinweis die Massen davon abhalten wird, aus dem Besonderen das Beliebige zu machen, wird im Angesicht anderer zerstörter Idyllen stark bezweifelt. Das neunzehnte Jahrhundert ist auch auf Hiddensee Geschichte. Die Zeiten sind anders geworden, und die Hiddenseer haben es selbst in der Hand, ob aus dem "Capri der Ostsee" tatsächlich Capri wird. (hph.)

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