https://www.faz.net/-gqz-6qfpc

Rezension: Sachbuch : Deutschland

  • Aktualisiert am

          "Nordwestdeutsches Tiefland zwischen Ems und Weser - Kulturlandschaften" von Richard Pott. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1999. 256 Seiten, 163 Farbfotos, 36 Zeichnungen, 31 Karten. Broschiert, 39,80 Mark. ISBN 3-8001-35183.

          In der Reihe "Kulturlandschaften" ist vom selben Autor erschienen: Lüneburger Heide, Wendland und Nationalpark Mittleres Elbtal.

          Richard Pott ist Professor für Landschaftsökologie und Vegetationsgeographie am Institut für Geobotanik an der Universität Hannover. Entsprechend hoch gesteckt sind seine Ziele für diesen Landschaftsführer, der sich als Exkursionsführer in die Natur- und Kulturlandschaften sowohl an interessierte Laien wie an Studierende richtet. Nach der Lektüre des Buchs begreift man, was einem in den meisten anderen Führern entgeht. Man erfährt etwas über die Entstehung des nordwestdeutschen Flachlands während der großen Eiszeiten und die spätere Umformung durch den Menschen, lernt, wie ein Hochmoor wächst oder sich die Laubwälder seit 6000 vor Christus ausgebreitet haben. Der Ackerbau der frühen Siedlungsgeschichte wird ebenso behandelt wie die wilden Pflanzen- und Tierarten. Schließlich werden Hude- und Heidelandschaften, Altwasser und Thermokastgewässer, Megalithgräber und Rodungsgebiete vorgestellt. Bei alledem ist der Tonfall des Führers angenehm, die Fachterminologie wird verständlich gemacht, und von einigen für den Laien nicht umstandslos begreifbaren Schaubildern abgesehen, eignen sich die Illustrationen und schematischen Darstellungen hervorragend, komplexe naturhistorische Vorgänge plausibel zu machen. Gewiss, etwas mehr als ein rein touristisches Interesse sollte man als Leser mitbringen, um aus der Lektüre Nutzen zu ziehen. Der Band steht am Anfang einer ehrgeizigen neuen Reihe, die mit diesen ersten Titeln bereits zu erkennen gibt, dass sie darauf aus ist, Standardwerke zu schaffen. (mab)

          Weitere Themen

          Im begehbaren Familienalbum

          Analoge Fotografie : Im begehbaren Familienalbum

          Warum beschäftigt sich der kanadische Künstler Michel Campeau mit einer scheinbar anachronistischen Fototechnik? Eine Frankfurter Ausstellung geht einer der größten Zäsuren in der Entwicklung der Fotografie nach.

          „Harri Pinter Drecksau“ Video-Seite öffnen

          Trailer : „Harri Pinter Drecksau“

          Jürgen Maurer spielt Harri Pinter, einen Mitvierziger, der von sich und seinem Auftritt mehr als überzeugt ist. Als seine Freundin ihn jedoch betrügt, gerät sein Selbstbild ins Wanken. Der österreichische Film läuft am 19.07.2019 um 20.15 Uhr auf arte.

          Was darstellen, wenn die Welt untergeht?

          Probleme bei Sky : Was darstellen, wenn die Welt untergeht?

          Knappe Entwicklungszeiten, fehlende Schauspieler: Der Sender Sky kämpft. Gegen Netflix und Amazon muss er sich behaupten. Die Produzenten von Serien, die nicht nur Sky braucht, sind fein raus.

          Topmeldungen

          Der Blick auf die Oberbaumbrücke, die Friedrichshain und Kreuzberg verbindet.

          Glücklich im Job : Wo die Arbeit am meisten Spaß macht

          Laut einer neuen Auswertung leben die glücklichsten Arbeitnehmer in Berlin. Aber was fördert überhaupt die Zufriedenheit von Mitarbeitern? Mehr Freizeit statt mehr Geld ist nur eine Möglichkeit.

          Trumps Ausfälle : Rassist? Hetzer!

          Trumps Anhänger lieben es, wenn er vulgär und beleidigend wird. Das nennt man Mobilisierung. Da spielt es fast keine Rolle, ob er ein Rassist ist oder nicht. Dem Land dient das in keinem Fall.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.