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Rezension: Sachbuch : Bildbände

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          1 Min.

          "Südsee - Trauminseln im Stillen Ozean" von Holger Leue (Fotos) sowie Ulrich Weissbach und Rosemarie Schyma (Texte). Erschienen in der Reihe: "Begegnung mit dem Horizont". Bucher Verlag, München 1996. 88 Seiten, zahlreiche Fotografien, Karten. Gebunden, 39,80 Mark.

          In der Reihe "Begegnung mit dem Horizont" sind die Bände "Alaska", "Antarktis", außerdem "Australien", "Das Dach der Welt", "Feuerland/ Kap Hoorn", "Galapagos", "Grönland", "Island", "Malediven", "Nepal", "Der Nil", "Zum Nordpol", "Osterinsel", "Patagonien", "Die große Taiga", "Tasmanien", Ténéré", "Tibet", "Wildnis Kanada" und "Die Wüste Gobi" erschienen.

          Als vor vier Jahren die ersten Bände der Reihe "Begegnung mit dem Horizont" erschienen, fiel es schwer, der Serie - trotz ihrer bemerkenswerten Qualität - eine rosige Zukunft zu prophezeien. "Kap Hoorn" und "Patagonien": Wer sollte diese Bände kaufen? Aber der Bucher Verlag hatte mit diesen entlegenen Zielen offensichtlich eine Nische entdeckt, für die sich genügend Kunden fanden. In rascher Folge erschienen weitere Titel, manche ein wenig verkaufsträchtiger (Island, Der Nil), andere regelrecht Entdeckungen für den deutschen Buchmarkt (Ténéré, Tasmanien). Es sind herrliche Bände. Sachkundige Texte führen in die Regionen ein. Kurz-Essays beleuchten besondere Aspekte oder berichten über die ersten Besucher dieser Landschaften. Nur der Reiseratgeber am Schluß stört, weil er das zuvor entworfene Bild eines Juwels am Ende der Welt konterkariert mit der Erkenntnis, daß es viel weniger kompliziert ist, dorthin zu reisen, als man gemeint hat. Schwerpunkt der Reihe freilich sind die Fotografien, die sich aufs schönste von der üblichen Prospektästhetik unterscheiden. Anrührend in der Gobi, spektakulär am Nordpol, nur die Südsee ist ein wenig zu sonnig geraten. Im Herbstprospekt des Verlags ist kein neuer Titel angekündigt. Für den Reisebuchmarkt wäre es ein großer Verlust, wenn die Serie nun doch eingestellt würde. Entlegene Orte gibt es noch genug. (F.L.)

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