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Rezension: Sachbuch : Berge

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          "Die schönsten Klettersteige zwischen Berchtesgaden und Allgäu" von Heinrich Bauregger. Südwest-Verlag, München 2001. 128 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Wegskizzen. Broschiert, 29,90 Mark. ISBN 3-517-06195-6

          Klettersteige ermöglichen auch wenig erfahrenen Bergwanderern, auf solch felsige Gipfel zu steigen, die sonst Extrembergsteigern vorbehalten sind. Möglich wird dies durch Hilfen wie Sicherungsseile, Eisenstifte und -haken, Leitern und künstliche Trittstufen, mit denen das Gebirge an den gefährlichen Stellen "domestiziert" worden ist. Es ist ein wenig wie mit dem Tiger, den man sich erst dann zu streicheln traut, wenn er einen Maulkorb trägt und die Pranken gefesselt sind. Darüber zu lamentieren, ob das nun gut ist oder nicht, ist müßig - der Mensch macht sich nun mal die Erde untertan und vor den Bergen nicht halt. Nicht-Kletterern erschließt sich auf einem Klettersteig die faszinierende Welt des vertikalen Hochgebirges, schwindelerregende Tiefblicke und adrenalinfördernde Schrittfolgen inbegriffen. Dies alles bei deutlich reduziertem Risiko. Heinrich Baureggers Tourenführer stellt sechzig Klettersteige aus dem Allgäuer und bayerisch-tirolerischen Grenzraum vor. Die meisten Touren werden durch einen Informationskasten charakterisiert und in einem Text ausführlich beschrieben. Farbfotos und Orientierungsskizzen helfen, sich ein Bild vom geplanten Unternehmen zu machen. Hinweise zu Anfahrt, Übernachtung und Interessantem am Wegesrand ergänzen die Beschreibungen. Etwas schwertun werden sich Klettersteig-Neulinge indes mit den Bewertungen einer Tour. Mangels Erfahrung und Vergleichen werden sie mit den angebotenen Einschätzungen der Schwierigkeitsgrade nicht viel anfangen können und sich - was keineswegs schadet - daher zunächst an die allerleichtesten Tourenvorschläge halten. (tra)

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