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: Kommen und Gehen

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Es gab eine Zeit, da war Higley ein Dorf weit entfernt von der Großstadt Phoenix im Nirgendwo der Endlosigkeit Arizonas, verträumt und überschaubar. So wenigstens kannte es der Fotograf Andrew Phelps von seinen Besuchen als Kind bei Verwandten. Heute ist Higley eine Schlafstadt am Rand der Metropole, ...

          Es gab eine Zeit, da war Higley ein Dorf weit entfernt von der Großstadt Phoenix im Nirgendwo der Endlosigkeit Arizonas, verträumt und überschaubar. So wenigstens kannte es der Fotograf Andrew Phelps von seinen Besuchen als Kind bei Verwandten. Heute ist Higley eine Schlafstadt am Rand der Metropole, ein Ort mit billigen Grundstücken, der Parzelle für Parzelle erschlossen wird für gesichtslose Reihenhäuser. Die eine Geschichte wird zerstört, eine andere beginnt. Als Phelps nach vielen Jahren wiederkam, war er darüber nicht unbedingt erschrocken, eher erstaunt. Dann begann er den Wandel zu dokumentieren: mit nüchternen Aufnahmen, die sich der Beurteilung enthalten und einfach nur Momentaufnahmen einer Welt sind, deren Erinnerungskultur sich auf Souvenirs beschränkt - und die nie auf die Idee käme, den Wandel in Frage zu stellen. (F.L.)

          Die Serie "Higley" von Andrew Phelps zeigt die Robert Morat Galerie (Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg) vom 12. Januar bis zum 26. Februar. Das Buch "Higley" (mit einem Text von Tamarra Kaida) ist im Kehrer Verlag, Heidelberg, erschienen. 127 Seiten, gebunden, 40 Euro.

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