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: Grünes Brandenburg

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Jedes Jahr gibt es in Brandenburg eine Kulturland-Kampagne als ein staatliches Förderinstrument der besonderen Art. Und in jedem Jahr ist die Kampagne einem anderen Thema gewidmet. In diesem Jahr feiert Brandenburg sein Grün, also seine Parks und Gärten. Die Zahl der Schlösser und Herrenhäuser in der Mark entspricht wenig überraschend in etwa der Zahl der Parks und Gärten.

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          Jedes Jahr gibt es in Brandenburg eine Kulturland-Kampagne als ein staatliches Förderinstrument der besonderen Art. Und in jedem Jahr ist die Kampagne einem anderen Thema gewidmet. In diesem Jahr feiert Brandenburg sein Grün, also seine Parks und Gärten. Die Zahl der Schlösser und Herrenhäuser in der Mark entspricht wenig überraschend in etwa der Zahl der Parks und Gärten. Es gibt also viel zu sehen und, was die Pflege des Grüns anbelangt, noch mehr zu tun. Denn viele Parkanlagen haben die DDR eher schlecht als recht überstanden. Potsdam hat wie stets die größte Pracht zu bieten. Aber auch Alt Madlitz im Osten des Landes, Nennhausen im Havelland (das mit Friedrich de la Motte-Fouqué verbunden ist) oder Kröchlendorff in der Uckermark lohnen die Fahrt. Eines der Bücher zur Kampagne trägt den gestammelten Titel "Brandenburg Grün". Herausgegeben wurde es von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur. Das Offizielle des Buchs ist im Wortsinn gewichtig. Ein solch schweres Buch möchte man nicht mit sich herumschleppen auf langen Parkwegen - auch wenn es als "Green Guide" bezeichnet wird und voller bunter Bildchen steckt. Auch die Texte sind oft schwer: "Schon im Interesse einer nachhaltigen touristischen Aufwertung des wertvollen Parks ist ein entsprechend angepaßtes Nutzungskonzept für Schloß Marquardt zu fordern." Solche Sätze lassen den Benutzer ratlos zurück wie auch die abgekürzten Bezeichnungen der jeweiligen Landkreise. Weiß jeder, was TF ist oder OPR oder MOL? Unklar bleibt auch, warum manche Parks ausführlich besprochen, andere mit ein paar Sätzen abgetan werden. Wer sich allerdings nach langer Blätterei zwischen all den Danksagungen, Vorworten, Ratschlägen, "Infos", Werbeseiten und Einleitungen endlich in diesem Buch zurechtfindet, wird durchaus belohnt: Die jeweiligen Autoren wissen viel, wenn nicht alles über die dendrologischen wie kulturhistorischen Besonderheiten der von ihnen beschriebenen Orte. Doch wenn sich der Hauptautor Oliver Hoch als "Querschnittsdenker" bezeichnet, ahnt man schon, daß in den Texten noch so manche andere Phrase gedroschen wird.

          F.P.

          "Brandenburg Grün. Historische Gärten und Parks der Mark" von Oliver Hoch und anderen Autoren. L&H Verlag, Green Guide, Hamburg 2004. 340 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Gebunden, 16,80 Euro. ISBN 3-928119-82-6.

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