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Preußischer Kulturbesitz : Parzinger zum Stiftungspräsidenten gewählt

  • Aktualisiert am

Gewählt: Hermann Parzinger Bild: dpa

Der Historiker und Archäologe Hermann Parzinger ist am Freitag in Berlin zum neuen Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gewählt worden. Die Leitung der größten deutschen Kultureinrichtung übernimmt er 2008.

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          Der Historiker und Archäologe Hermann Parzinger ist am Freitag in Berlin zum neuen Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ab 2008 gewählt worden. Wie der Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) als Stiftungsratsvorsitzender mitteilte, wurde Parzinger einstimmig gewählt. Der 48-jährige Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin tritt die Nachfolge von Klaus-Dieter Lehmann an, der nach seinem 68. Geburtstag Ende Februar 2008 nach einem Jahrzehnt aus dem Amt scheidet. Die Wahl Parzingers war erwartet worden (siehe: Hermann Parzinger wird wohl neuer Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz).

          Parzinger übernimmt die Leitung der von Bund und Ländern getragenen größten deutschen Kultureinrichtung mit 17 Museen und der Staatsbibliothek, darunter die Museumsinsel mit dem Pergamonmuseum. Der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz sagte, Berlin sei „außerordentlich zufrieden mit dieser Wahl“. Schmitz war Mitglied der Findungskommission, die den Archäologen für die Nachfolge Lehmanns vorgeschlagen hatte. Mit Parzinger übernehme „ein international ausgewiesener und hervorragend vernetzter Wissenschaftler“ die Leitung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in der Hauptstadt, betonte Schmitz. „Ich bin sicher, dass unter Hermann Parzingers Leitung das Grand Projekt eines Humboldt-Forums auf dem Schlossplatz konzeptionell weiterentwickelt und intensiv vorangetrieben wird.“

          Im Humboldt-Forum mit der Fassade des historischen Stadtschlosses, dessen Bau ab 2010 begonnen werden soll, werden vor allem die außereuropäischen Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die jetzt noch in Dahlem untergebracht sind, das Herzstück bilden. Bekannt wurde der in München geborene Parzinger vor allem durch die Entdeckung eines Fürstengrabes mit tausenden Goldobjekten der Skythen in Südrussland. Parzinger wird auch die Ausstellung „Königsgräber der Skythen“ begleiten, die am 6. Juli in Berlin als weltweit erste Ausstellung dieser Art eröffnet wird.

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