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Popmusik : Musik muss raus: Die erste CD von Robert Stadlober und Gary

Wollen mit ihrer Musik Hallen füllen: Kai Gabriel, Robert Stadlober und Rasmus Engler Bild: Jive Records

Was lange währt, wird endlich Gitarrenpop: Gary, die Band um Schauspieler Robert Stadlober, hat ihr erstes Album veröffentlicht.

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          Überhaupt das einzige, was er richtig gut kann, sagte Nachwuchs-Schauspieler Robert Stadlober vor über einem Jahr im FAZ.NET-Interview, sei Bandnamen aufzusagen. Dass die Schauspielerei unter den Fähigkeiten des 19-Jährigen einen guten zweiten Platz abgeben würde, haben Filme wie „Engel + Joe“, „Crazy“ und „Sonneallee“ bewiesen.

          Stadlober aber will noch mehr. Er könne zwar nicht wirklich singen, wirke dabei, als hätte er einen „Stock im Arsch“, wie Stadlober selbst drastisch und selbstkritisch urteilt. „Aber ich kann einfach nicht aufhören zu singen. Die Musik muss einfach raus.“ Jetzt ist sie draußen: Zusammen mit seiner Band Gary, zu der außerdem Kai Gabriel und Rasmus Engler gehören, hat Stadlober soeben seine erste CD herausgebracht. Sie heißt „The Lonely Cnorve Machine“.

          Rüpelhaft und liebenswürdig

          Endlich, muss man sagen. Schon vor über einem Jahr war die Band in Chicago, um zusammen mit Chris Holmes das erste Album einzuspielen. „Das war ein ziemliches Desaster - aber wir haben viel gelernt“, sagt Thomas Koester, Manager der Band, im Gespräch mit FAZ.NET. Im Frühsommer gab Gary die ersten großen Konzerte - und merkte, dass es mit dem damaligen Bassisten nicht recht vorwärts ging. Man trennte sich im Guten, ein neuer Bassist wurde gefunden. Erneut ging es ins Studio, diesmal nach Troisdorf bei Köln. Mit besserem Erfolg: Anders als in Chicago hat ihnen in Troisdorf keiner hinterrücks die Songs verändert und erzählt, wer besser nicht mehr in der Band spielen sollte.

          Gary: „The Lonely Cnorve Machine” (Cover)

          Auf „The Lonely Cnorve Machine“ spielt das Trio rüpelhaften, dabei in der Pose durchaus liebenswürdigen Gitarrenrock. „Das ist die einzige Musik, die wir spielen können. Außerdem lieben wir Rock. Wir haben unsere Musik einfach unseren Vorlieben und Fähigkeiten angepasst“, meint Stadlober. „Wäre blöd, wenn wir Jazz-Fans wären...“, fügt er mit einem Grinsen hinzu.

          Distanz zu Teenie-Bands

          Blöd wäre auch, finden die drei, Gary mit deutschen Teenie-Bands wie Echt zu vergleichen. „Das kann man auch gar nicht. Da war eine ganz andere Marketingmaschinerie dahinter“, weiß der Schlagzeuger Rasmus Engler. Außerdem singt Gary auf Englisch. Warum? „Ich quäl mich so mit deutschen Texten“, sagt Engler, und Stadlober ergänzt: „Ich will, dass man zu meiner Musik alles machen kann, ein Buch lesen, nachdenken. Deutsche Texte lenken aber zu sehr ab.“ Einen großen Vorteil habe das Singen auf Englisch auch: Man kann damit schneller im Ausland landen. „Und ein Auftritt in Italien oder Spanien wäre schon sehr schön.“

          Doch zunächst geht es in Deutschland auf Tour. Hier wird sich die Bühnentauglichkeit des Filmschauspielers als Sänger erneut beweisen müssen. Die Stationen: Am 20. März spielt Gary in Köln, am 21. in Hamburg, tags drauf in Berlin, am 24. in Münster. Traunstein ist am 28. dran, München zwei Tage später. Nach Frankfurt am 1. April beschließt Langenfeld am 5. April die Tour.

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