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Zum Tod von Mark Hollis : Die Verschwendung des Schweigens

Mark Hollis (1955-2019) Bild: Getty

Anfang der achtziger Jahre gründete Mark Hollis eine der einflussreichsten Popgruppen des vorigen Jahrhunderts: Talk Talk. Dann zog er sich zurück. Jetzt ist er für immer gegangen.

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          Verloren gegangen war er schon vor langer Zeit. So fühlte es sich an, aber es trifft es nicht richtig: Denn Mark Hollis hatte sich entzogen. Es schien ein bewusster Schritt des einstigen Sängers von Talk Talk gewesen zu sein, von der Bühne zu gehen. Nicht mehr ins Studio. Zuhause zu bleiben. Oder sonstwo, es drang ja irgendwann nichts mehr nach außen über das Leben dieses Mannes, der 1981 eine der einflussreichsten britischen Popgruppen des 20. Jahrhunderts gegründet hatte.

          Kurz bevor das dann zu Ende ging, 1998, war dann noch ein Soloalbum erschienen, das nur seinen Namen trug, „Mark Hollis“. Ein Filmsoundtrack und Arrangements für die Jazzsängerin Anja Garbarek kamen dazu, aber das war es. Er könne kein guter Vater sein und auf Tour gehen, hatte Hollis in einem seiner letzten Interviews gesagt. Er schenkte der Welt ein paar Hymnen, die bis heute im Radio laufen – „It’s my life“, „Life’s what you make it“, „Living in Another World“ – und dann verschwand er.

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