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Grammy-Gala : 1989 ist 2016 am besten

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Taylor Swift bekommt den Grammy für das beste Album, Ed Sheeran für den besten Song. Lady Gaga ehrt einen Toten. Rihanna kommt erst gar nicht. Alles zur Verleihung der begehrten Grammy Awards.

          Popstar Taylor Swift hat den Grammy für das Album des Jahres gewonnen und zwei weitere Trophäen des wichtigsten Musikpreises der Welt ergattert. Für ihr Album „1989“ gewann die 26-Jährige am Montag den Preis für das beste Album und das beste Pop-Gesangsalbum sowie den Preis für das beste Musikvideo für „Bad Blood“.

          In ihrer Dankesrede rief Swift ihre weiblichen Fans zu einem selbstbewussten Auftreten auf. Sie warnte junge Frauen vor „jenen, die versuchen, euren Erfolg zu untergraben oder sich eure Leistungen und euren Ruhm anzueignen“.

          Aufnahme des Jahres wurde „Uptwown Funk“ von Mark Ronson und Bruno Mars, während Ed Sheeran mit „Thinking Out Loud“ den begehrten Grammy für den besten Song des Jahres gewann. Zur besten Newcomerin wurde die 22-jährige Popsängerin Meghan Trainor gekürt.

          Die heilende Wirkung des Glamour

          Der Abend in Los Angeles war geprägt von Gedenk-Konzerten für verstorbene Musiker. So zollte Lady Gaga (29) mit knallrotem Haar und einem Kostüm im David-Bowie-Stil ihrem verstorbenen Musikerkollegen Tribut, indem sie ein Medley aus „Space Oddity“, „Changes“, „Ziggy Stardust“, „Let’s Dance“ und anderen Bowie-Hits anstimmte.

          „1989“ ist nicht nur das Jahr, aus dem Taylor Swift gerade ihre modischen Anregungen bezieht, es ist auch der Titel ihres preisgekrönten Albums. Dafür gab es gleich drei Grammys. Bilderstrecke

          Bowie war am 10. Januar im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben – zwei Tage nach seinem Geburtstag und der Veröffentlichung seines neuen Albums „Blackstar“. Der vielseitige britische Musiker prägte in seiner rund 50-jährigen Karriere viele Kollegen – darunter auch Lady Gaga. Die 29-jährige Popdiva ist ebenso wie Bowie, der in den 70er Jahren den Glamrock prägte, für spektakuläre Bühnenkostüme bekannt.

          Wenige Tage vor Bowies Tod hatte Lady Gaga dem Magazin „Hollywood Reporter“ gesagt, Bowie habe sie in ihren Anfängen als Künstlerin inspiriert. „Ich spürte immer, dass dieser Glamour eine Botschaft an die Menschen war, die eine heilende Wirkung für ihre Seelen hatte“, sagte sie.

          Die Rock-Band Eagles ehrte ihr verstorbenes Gründungsmitglied Glenn Frey mit dem Hit „Take It Easy“, bei dem das Porträt des im Alter von 67 Jahren Verstorbenen groß auf der Leinwand zu sehen war. Zuvor hatte Soul- und R&B-Legende Stevie Wonder (65) Maurice White, verstorbenes Gründungsmitglied der Band Earth, Wind & Fire, gemeinsam mit der A-capella-Gruppe Pentatonix aus Texas geehrt.

          Der insgesamt für elf Grammys nominierte Rapper Kendrick Lamar sicherte sich mit „To Pimp A Butterfly“ den Preis für das beste Rap-Album sowie in vier weiteren Sparten. Justin Bieber gewann seinen ersten Grammy überhaupt zusammen mit den DJs Skrillex und Diplo für die Single „Where Are U Now“ als beste Dance-Aufnahme.

          Die Grammy Award

          Ob Rock, Jazz, Latin oder Klassik - die Grammy Awards gelten als begehrteste Auszeichnung der Musikwelt. Die „National Academy of Recording Arts and Science“ (NARAS), auch „The Recording Academy“ genannt, vergibt das musikalische Pendant zum Oscar-Filmpreis alljährlich seit 1959. Zu den deutschen Preisträgern gehörten seitdem der Filmkomponist Hans Zimmer, die Geigerin Anne-Sophie Mutter oder der Dirigent Christoph Eschenbach. Die Elektropioniere der Düsseldorfer Band Kraftwerk erhielten 2014 einen Ehren-Grammy für ihr Lebenswerk. Bei der 58. Verleihung in diesem Jahr werden musikalische Bestleistungen in 83 Kategorien gekürt. (dpa)

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