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„Ain’t No Sunshine“ : Soul-Legende Bill Withers ist tot

  • Aktualisiert am

Bill Withers 2015 in Cleveland, Ohio Bild: Reuters

Er schrieb berührende Soulhymnen wie „Lovely Day“ und „Ain’t No Sunshine“: Jetzt ist Bill Withers im Alter von 81 Jahren gestorben.

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          Seine Songs, die zum Mitsingen einluden, wurden unzählige Male gecovert: Bill Withers, einer der einflussreichsten amerikanischen Soulsänger, ist mit 81 Jahren gestorben, wie seine Familie an diesem Freitag mitteilte.

          In der Nachricht seiner Frau Marcia Johnson und seine Familie heißt es nach Informationen des „Guardian“: „Wir sind tief bestürzt über den Verlust unseres geliebten Ehemanns und Vaters. Ein einzigartiger Mann mit einem Herzen, das über die Poesie und die Musik mit der ganzen Welt in Verbindung trat – er sprach ehrlich zu den Menschen (…) In dieser schwierigen Zeit hoffen wir, dass seine Musik Trost und Unterhaltung bietet, wenn seine Fans bei ihren geliebten Menschen sind.“

          „Billy don't you run so fast“

          Withers schrieb einige sehr erfolgreiche Gefühlshymnen, darunter „Use Me“ und „Lean on Me“. Mit Grover Washington nahm er „Just the Two of Us“ auf. Sein bei weitestem bekannter Song wurde „Ain’t No Sunshine.“ Withers gewann drei Grammys und kam 2015 in die Rock and Roll Hall of Fame.

          Withers wuchs in Slab Fork in West Virginia auf. Nach dem Tod seines Vaters wurde er von seiner Großmutter aufgezogen. Ihr widmete er 1971 den Song „Grandma’s hands“, in dem es heißt: “She’d say, ‘Billy don’t you run so fast / Might fall on a piece of glass / Might be snakes there in that grass.’”

          Nach seinem Militärdienst zog er 1967 nach Los Angeles und arbeitete bei einem Hersteller von Toilettensitzen. Nachts nahm er Demos auf. Mit seinem ersten Album „Just As I Am“, das von Booker T Jones produziert wurde, gewann er seinen ersten Grammy für „Ain’t No Sunshine“.

          Die Erfahrungen, die er in Songs wie „Lean on Me“ mit sanftem Bariton zur Sprache brachte, handelten von seiner Kindheit und Jugend in Slab Fork, einer Stadt, die von Kohleabbau und Gemeinschaftssinn lebte. Er ließ sich auch von Kirchenliedern und Gospelmusik aus seiner Kindheit inspirieren.

          Später nahm ihn Columbia Records unter Vertrag. Seine zweite Frau, Marcia Johnson, wurde seine Managerin. Withers zog sich verhältnismäßig früh aus dem Musikbusiness zurück. Die Dokumentation „Still Bill“ (2009) beschäftigt sich mit seinen Gründen, die Musikkarriere hinter sich zu lassen.

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