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Springsteens „Letter to You“ : Er bringt die Band wieder zusammen

Klingt nicht nach null, sondern nach hundert: Bruce Springsteen und seine alten Kollegen aus der E Street wirken auf dem Album „Letter to You“ überaus frisch und kraftvoll. Anti-Trump-Songs sind ihnen zu langweilig. Es geht um viel schönere Themen.

Zum Tod von Spencer Davis : Mann hinter den Kulissen

Die Spencer Davis Group erbrachte den lange für unmöglich gehaltenen Nachweis, dass auch Weiße richtigen Rhythm & Blues spielen können. Jetzt ist ihr Gründer in Los Angeles gestorben.

Drittsendezeiten bei Sat.1 : Isch over?

Jahrelang kämpfte der Privatsender Sat.1 dagegen, gesetzlich vorgeschriebene „Drittsendezeiten“ ins Programm zu nehmen. Nun scheint die medienpolitische Farce endgültig vorbei zu sein. Oder ist sie es doch nicht?

Aktionskunstraub in Oberhausen : Capri-Sonde

„Bad Beuys go Africa“: Nachdem das Künstlerkollektiv „Frankfurter Hauptschule“ eine Skulptur von Joseph Beuys aus einer Ausstellung in Oberhausen entwendet hat, fragt man sich, ob die deutsche Aktionskunst noch an ihrem Platz ist.

Friedenstreffen, interreligiös : Im Rettungsboot

Von der Seelen- zur Planetenrettung: Beim interreligiösen Friedenstreffen in Rom verflüchtigte sich das christliche Heilsmonopol ins Politische.

SZ und Igor Levit : Der Druck der Masse

Erst veröffentlicht die „Süddeutsche Zeitung“ eine Polemik gegen den Pianisten Igor Levit, dann entschuldigt sie sich dafür. Was geht da eigentlich vor?

Russische Schadsoftware : Und noch ein Virus

Der Jahresbericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik bilanziert mehr als 117 Millionen Versionen von Schadprogrammen innerhalb eines Jahres. Wenn nur deren Abwehr genauso umtriebig wäre.

Gender-Debatte : Die Expertinnen

Eine Prado-Ausstellung über Frauenbilder in der Kunst des 19. Jahrhunderts ist in die Kritik geraten: Männliche Selbstgeißelung kann gönnerhaft sein.

S. Fischer und Monika Maron : Mainstream ohne Ufer

Der Verlag S. Fischer trennt sich von seiner Autorin Monika Maron und will uns weismachen, gegen ihre Bücher und Ansichten habe er gar nichts: über eine unsouveräne und vielleicht auch unehrliche Entscheidung.

Liebe zu Objekten : Oh du holde Bürste

Wo die Liebe hinfällt: Über die Tendenz, die eigene Gefühlsduseligkeit auf Bereiche zu projizieren, wo sie nun wirklich nichts zu suchen hat.

Angriffe auf Journalisten : Untertauchen

Der niederländische Rundfunk streicht aus Sicherheitsgründen die Logos von seinen Fahrzeugen. Übergriffe auf die Journalisten haben überhand genommen. Auch bei uns wird Gewalt gegen die Presse zum „Normalzustand“.

Der verweigerte Handschlag : Unzivilisiert

Gerichtsurteil über die elementaren Grundsätze des gesellschaftlich-kulturellen Gemeinschaftslebens: Ein libanesischer Arzt will sich seine Einbürgerungsurkunde abholen – und verweigert der Sachbearbeiterin den Handschlag zur Beglückwünschung.

Zwei Mond-Konzeptalben : Im Vollmondfieber

Der einsamste Mensch der Welt war vielleicht glücklich: Die Pianisten Michael Wollny und Luzius Schuler präsentieren mit „Mondenkind“ und „Moon is the Oldest TV“ ganz unterschiedliche Konzeptalben über das Starren.

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  • Ob die anderen Beach Boys ahnten, welche Stimmen Brian Wilson (rechts) im Kopf hatte?

    Album der Woche : Fünfzig Jahre Glitzern

    So weltfremd und funkelnd wie je: „Pet Sounds“, die Beach-Boys-Platte, die Paul McCartney zum Weinen brachte, erscheint zum fünfzigsten Jubiläum in einer reich mit Boni versehenen Ausgabe.
  • Rod Stewart bei einem Auftritt in Düsseldorf im November 2015.

    Queen adelt Sänger : Rod Stewart ist jetzt ein Ritter

    Der Ritterschlag sei die Krönung seiner Karriere, sagte der Star mit der markanten Frisur. Außer Sir Rod ehrte die Queen auch einen Briten, der sich gerade im All befindet.
  • Künstlerisches Comeback : Mit Adam Green durch 1001 Nacht

    Adam Green ist zurück. Mit seinem neuem Album und gleichnamigen Film „Aladdin“ tourt er derzeit durch Europa und stellt mit vollem Unernst seine Talente zur Schau.
  • Konzert auf der Wohnzimmerbühne: kein Getöse, keine lasziven Gesten, nur Alicia und ihr Klavier und ihre Band.

    Alicia Keys in Berlin : Weltstar im Wohnzimmer

    Ohne bombastische Show kommt sie besser zur Geltung – die hat sie auch gar nicht nötig: Alicia Keys gibt ein Überraschungskonzert in Berlin.
  • Moses Pelham im November vor einer Verhandlung im Bundesverfassungsgericht

    BVG kippt Sampling-Urteil : So wird Hip-Hop nun einmal gemacht

    Das Bundesverfassungsgericht weiß um die Bedingungen der „Schaffung von Musikstücken einer bestimmten Stilrichtung“: Es kippt das BGH-Urteil um ein Zwei-Sekunden-Sample des Produzenten Moses Pelham aus einem Kraftwerk-Stück.
  • Die Sängerin Anohni (ehemals Antony Hegarty)

    Album der Woche : Ein kuckuckseierlegender Phönix

    Einst für seinen Barockpop bekannt, erfindet sich Antony Hegarty nun völlig neu: Als Anohni dürfte sie mit ihren clubtauglichen Songs einige vor den Kopf stoßen.
  • AC/DC auf Deutschlandtour : Der Kniefall

    Es hätte nicht rockiger werden können. Das Volksparkstadion in Hamburg ist fast ausverkauft. Keine Vorband. Kein Regen. Dann kommt AC/DC mit Axl Rose. Und es geht infernalisch ab.
  • Er braucht keine Militanz, eine sanfte Eindringlichkeit tut es bei ihm auch: Ben Harper.

    Album der Woche : Wer zahlt schon freiwillig Pigment-Steuer?

    Er nennt das Unrecht beim Namen: Ben Harper hat sich mit seiner Band versöhnt und legt ein beeindruckendes Zeugnis schwarzer Selbstermächtigung im Geiste der alten Stax-Helden vor.
  • Xavier Naidoo während der Echo-Verleihung Anfang April in Berlin

    Naidoo verlässt Vox-Show : Sing nicht mehr meinen Song

    Ohne ihn hätte Vox die Show „Sing meinen Song“ nicht aus der Taufe heben können, sagt der Chefredakteur des Senders. Nach drei Staffeln Moderation und Teilnahme kündigt Xavier Naidoo seinen Ausstieg an.
  • „Fallen Angels“ von Bob Dylan : Hoch auf dem Golden Oldie

    Bob Dylan dreht Musik anderer Leute von Hand im Grabe um: Sein neues Album „Fallen Angels“ erscheint zu seinem 75. Geburtstag, stolpert und fällt am Ende auf sich selbst herein.
  • Cher zum 70. : Halb ist sie Mensch, halb Kunst

    Sie ist Sängerin, oscargekrönte Schauspielerin und modisches Gesamtkunstwerk, dabei vermied Cher stets das Überdrehte. Heute wird sie siebzig Jahre alt.
  • Album der Woche : Billigbier statt Bling-Bling

    Zwischen Tourette und Tramadol: Karate Andi zelebriert deutschen Sprechgesang auf seinem Album „Turbo“ als kolossale Inhaltsverweigerung mit ungeschlachter Punk-Attitüde.
  • Udo Lindenberg vor seinem Denkmal in Gronau. Jetzt bekommt er zur Statue noch die Ehrenbürgerwürde dazu.

    Udo Lindenbergs 70. : Wie die „Gronauten“ ihren Udo feiern

    Gronau im Münsterland weiß, was es an Udo Lindenberg hat. Zum 70. Geburtstag gratuliert die Stadt mit der Ehrenbürgerwürde. Eine überlebensgroße Statue schmückt sie schon seit letztem Jahr.
  • Robert Fripp in New York, 1986

    Robert Fripp zum Siebzigsten : Ein ziemlich freier Mensch

    Der Rockgitarrist Robert Fripp, bis heute die einzige Konstante der Band King Crimson, wusste mit guter Arbeit immer ein leuchtendes Beispiel zu geben. Darum darf man ihm zum Siebzigsten jetzt auch mal so richtig heimleuchten.
  • Warum war „Waterloo“ ein Hit? : Sie nannten sie „The Abba“

    My, my! Das jüngste Siegerlied des Eurovision Song Contest ist längst vergessen, aber dieses bleibt für immer in unseren Ohren: Warum wurde „Waterloo“ 1974 ein solcher Hit? Wir analysieren die Mutter aller ESC-Sieger – und huldigen Abba.