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Rock : Sie können es immer noch: Die Rolling Stones auf Tournee

  • Aktualisiert am

A Bigger Bang: Mick Jagger läßt es knallen Bild: REUTERS

Eine der größten Bühnen der Rockgeschichte, bis zu 400 Dollar teure Karten und Arnold Schwarzenegger im Publikum: In Boston haben die Rolling Stones ihre 31. Welttournee begonnen.

          Mit dem Hit-Song „Start Me Up“ haben die Rolling Stones am Sonntag abend (Ortszeit) ihre Welttournee in Boston (Massachusetts) eröffnet. Mit „Brown Sugar“, den Zugaben „You Can't Always Get What You Want“ und „It's Only Rock 'n' Roll“ sowie einem Feuerwerk ging die Rock-Show zwei Stunden später zu Ende.

          Über 30.000 Fans jubelten den Altrockern im ausverkauften Fenway-Park-Stadion zu. „Die Stones können es immer noch“, kommentierte die „New York Times“. Drei Jahre nach ihrer „Forty Licks“-Tour stellten die Rocker nun ihr neues Album „A Bigger Bang“ vor. Neben neuen Songs wie „Rough Justice“ heizten Mick Jagger (62), Keith Richards (61), Charlie Watts (64) und Ron Wood (58) aber vor allem mit Klassikern wie „Satisfaction“, „Honky Tonk Woman“ und „Sympathy For The Devil“ ein.

          Kein Angriff auf Bush

          Sie verzichteten auf ihr umstrittenes neues Lied „Sweet Neo Con“, das konservative Kreise vorab als Angriff auf Präsident George W. Bush kritisiert hatten. „Er (der Song) richtet sich nicht persönlich gegen Präsident Bush“, erklärte Jagger kürzlich im amerikanischen Fernsehen. Das Lied würde aber bestimmte politische Vorgehen der Regierung „sehr kritisch“ beleuchten.

          A Bigger Bang: Mick Jagger läßt es knallen Bilderstrecke

          Der prominente Stones-Fan Arnold Schwarzenegger wurde von Jagger mit einem Witz begrüßt. Der Gouverneur von Kalifornien habe vor dem Stadion T-Shirts und Karten verkauft, frotzelte Jagger. Schwarzenegger war zuvor in die Schlagzeilen geraten, weil er seinen Konzert-Besuch mit einer Spendenaufruf verknüpfte, um damit seine Wahlkampfkasse aufzufüllen. Im Gegenzug für 10.000 Dollar (etwa 8200 Euro) konnten finanzkräftige Spender den Politiker zur Show und zu einem Empfang mit den britischen Rockern begleiten.

          Nach dem Auftakt am Sonntag abend touren die Stones durch weitere 36 Städte in Nordamerika. Dann geht es nach Südamerika, Australien, Asien und im Sommer nächsten Jahres auch nach Europa. Fans zahlten bis zu 400 Dollar für Eintrittskarten. Nach Angaben der Veranstalter fanden im Vorverkauf schon 98 Prozent der Karten reißenden Absatz.

          Auf einer der größten Bühnen der Rockgeschichte präsentieren die Rolling Stones ihre Show. Die Konstruktion ist knapp 100 Meter breit und 30 Meter hoch. Sie fühlten sich nicht zu alt für ihre 31. Tournee, versicherte Mick Jagger vorab. „Wenn man kreative Energie hat, dann spielt das Alter keine Rolle“, wurde er von amerikanischen Medien zitiert.

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