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Rassismus in der Popmusik : Mein Herz so weiß

  • -Aktualisiert am

Aus Gründen kämpferisch: Beyoncé Bild: AP

Ist es rassistisch, bei der Beurteilung von Musik nach Hautfarben zu unterscheiden? Im Pop ist das bis heute der Normalfall.

          6 Min.

          Die Ersten, die ihm, und das sogar stehend, applaudierten, noch bevor er auch nur eine Note gespielt hatte, waren Weiße – weiße Hippies. Damit hatte B.B. King nicht gerechnet; der Bluesgitarrist brach in Tränen aus. Carlos Santana schildert jenen Februarabend des Jahres 1967 im Fillmore West von San Francisco in seinen Lebenserinnerungen: „Dann ging B. auf die Bühne, und Bill Graham trat ans Mikrofon und stellte ihn vor: ,Ladies and Gentlemen – der Vorstandvorsitzende, Mr. B.B. King!‘ Es war, als wäre dieser Höhepunkt geplant worden. Alles kam zum Stillstand, und jeder erhob sich und applaudierte – lange. B. hatte noch keinen Ton gespielt und bekam bereits Standing Ovations.

          Edo Reents

          Redakteur im Feuilleton.

          Dann begann er zu weinen. Er konnte sich nicht zurückhalten. Das Licht fiel so auf ihn, dass ich die großen Tränen aus seinen Augen kullern sah. Sie glitzerten auf seiner schwarzen Haut. Er hob die Hand, um sich die Augen zu wischen, und ich sah, dass er einen großen Ring am Finger trug, auf dem sein Name mit Diamanten geschrieben stand. Daran erinnere ich mich am besten: Diamanten und Tränen, die gemeinsam funkelten.“

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