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Prince : Obama trauert um „kreative Ikone“

  • Aktualisiert am

Eine der letzten öffentlichen Aufnahmen des Popstars zeigt Prince in Oakland am 3. März. Bild: dpa

Der Tod des Popstars Prince hat in Amerika Trauer ausgelöst. „Wenige Künstler haben so viele Leute mit ihrer Kunst berührt“, schrieb Präsident Obama. Derweil mehren sich Gerüchte, ob nicht auch Drogen eine Rolle beim Tod des Künstlers gespielt haben könnten. Heute soll der Leichnam obduziert werden.

          Mehrere Künstler haben mit Bestürzung auf den überraschenden Tod des Musikers Prince reagiert. Auch der amerikanische Präsident Barack Obama bekundete seine Anteilnahme. „Heute haben wir eine kreative Ikone verloren“, hieß es in einer in Washington verbreiteten Mitteilung des Präsidenten. „Wenige Künstler haben den Sound und die Richtung der Popmusik so deutlich beeinflusst und so viele Leute mit ihrer Kunst berührt“, schrieb Obama. „Er war ein virtuoser Instrumentalist, ein brillanter Bandleader und ein elektrisierender Bühnenkünstler.“ Erst im vergangenen Jahr war Prince auf Obamas Einladung im Weißen Haus aufgetreten.

          Soul-Star Aretha Franklin würdigte den Verstorbenen als „einzigartiges Original“. Die Musikerin Madonna schrieb bei Instagram zum Tod von Prince: „Er hat die Welt verändert. Ein wahrer Visionär. Was für ein Verlust. Ich bin am Boden zerstört.“

          He Changed The World!! A True Visionary. What a loss. I'm Devastated.🦄 This is Not A Love Song.

          Ein von Madonna (@madonna) gepostetes Foto am

          „Sein Talent war grenzenlos“, würdigte Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger (72) den verstorbenen Kollegen in einem Facebook-Eintrag. „Er war einer der einzigartigsten und spannendsten Künstler der letzten 30 Jahre.“

          Mit seinem einzigartigen Stil zwischen R&B, Funk, Rock und Soul galt Prince als einer der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Künstler seiner Zeit. Er nahm hunderte Titel auf. Immer wieder experimentierte er mit verschiedenen Stilen und schuf ein unverwechselbares Werk.

          Prince sei einer der begabtesten Künstler aller Zeiten gewesen, teilte die Recording Academy mit, die jedes Jahr die Grammys verleiht. „Niemals konformistisch hat er unsere musikalische Landschaft neu definiert und für immer verändert. Prince war ein Original, das so viele beeinflusst hat, und sein Erbe wird für immer fortleben.“


          Foto Reuters

          Leblos im Aufzug

          Die Polizei gab unterdessen nähere Informationen zu den Todesumständen des Popstars bekannt: Polizisten und Rettungssanitäter hätten den 57 Jahre alten Künstler am Donnerstagmorgen „leblos in einem Aufzug“ von Princes Paisley-Park-Studios nahe Minneapolis aufgefunden, erklärte Sheriff Jim Olson. Die Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben. Um 10.07 Uhr sei Prince für tot erklärt worden.

          Die Polizei und die Rettungssanitäter seien zuvor telefonisch alarmiert und zu dem Anwesen gerufen worden, hieß es in der Erklärung des Scheriffs. Zur Todesursache machte er zunächst keine Angaben; er verwies auf laufende Ermittlungen. Die Behörden kündigten eine Autopsie für diesen Freitag an.

          Derweil berichtet die amerikanische Promi-Website tmz, dass Prince sich sechs Tage vor seinem Tod wegen einer Überdosis habe behandeln lassen. Nach einem Auftritt in Atlanta musste der Privatjet des Sängers in Moline im Bundesstaat Illinois zwischenlanden. „Wie uns verschiedene Quellen in Moline berichten, wurde Prince ins Krakenhaus gebracht, wo Ärzte ihm einen sogenannten „Save Shot“ verabreichten - eine übliche Methode um Opiaten entgegenzuwirken“, schreibt tmz. Obwohl die Ärzte ihm geraten hätten, mindestens 24 Stunden im Krankenhaus zu bleiben, habe er sich selbst nach drei Stunden wieder entlassen und sei nach Hause geflogen. Dem Bericht zufolge sollen sich die Behörden in Minnesota bemühen, auch die Krankenhausunterlagen für die Bestimmung der Todesursache der Künstlers einzusehen.

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