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Pop-Kolumne „Das wird’s“ : Nicht vor dem Morgengrauen

  • -Aktualisiert am

UNESCO-Welterbestätte Club „Bootshaus“, Köln Bild: dpa

Dr. Motte fordert einen Feiertag der elektronischen Tanzmusik und der Rapper Mac Miller ersteht in seinem Album „Circles“ wieder auf: Wenn das keine Woche voller musikästhetischer Symbolik war.

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          Man muss nicht gerade Liebhaber von Massenparaden sein, um die Lage der elektronischen Tanzmusik zu beklagen wie Dr. Motte. Der DJ und Love-Parade-Gründer schimpfte dieser Tage über die Verdrängung des Techno durch strenge Behördenauflagen, Lärmschutz, steigende Mieten und andere freudlose Entwicklungen der neuen Welt. Er tat dies natürlich in Berlin, dort, wo in den Neunzigern im „Tresor“ gefeiert wurde, wo er selbst auflegte und jetzt ein Kaufhaus steht.

          Wenn man ein paar Jahre nach diesen Glanzzeiten der Clubkultur in Frankfurt gelandet ist, was ja auch mal so ein Zentrum war, wenn einem immer noch Leute beim Durchqueren der Innenstadt zurufen, wie nice das damals war (“da standen sie an vor dem ,Omen', aber erst im Morgengrauen“), und DJs im legendären „Robert Johnson“ die Erinnerungskultur beschwören, statt aufzulegen, die Freiheit und Vielfalt und kreative Kraft dieser Nächte, möchte man Dr. Motte schon zustimmen.

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