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Pop : Die Band Blumfeld löst sich auf

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Künftig getrennt: Blumfeld Bild: Martin Eberle

Die deutsche Popband Blumfeld löst sich nach sechzehn Jahren auf. Auf ihrer Internet-Seite hat die Gruppe um Sänger und Songschreiber Jochen Distelmeyer ihre Trennung bekanntgegeben.

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          Die deutsche Popband Blumfeld löst sich nach sechzehn Jahren auf. Das hat Sänger und Gitarrist Jochen Distelmeyer einer Mitteilung auf der Internetseite der Gruppe zufolge in Absprache mit den anderen drei Bandmitgliedern beschlossen. Bandmanager Oliver Frank bestätigte die Auflösung. Frank machte klar, die Gruppe gehe im Frieden auseinander. Im April und Mai wollen Blumfeld auf Abschiedstournee gehen. Ein genauer Grund für die Trennung wurde nicht genannt.

          Blumfeld gilt als eine der einflussreichsten deutschen Popbands der vergangenen Jahre. Mit ihrer ruhigen Musik und den lyrischen, empfindsamen Liedtexten fand die Gruppe schnell zahlreiche Fans. Schon die erste lange CD „Ich-Maschine“ von 1992 wurde begeistert aufgenommen. Noch erfolgreicher war 1994 das Album „L'Etat Et Moi“. 2001 schaffte es die zur Hamburger Schule gerechnete Band mit der Single „Tausend Tränen Tief“ sogar in die Top-Ten.

          Die Band spielte über die Jahre in wechselnden Besetzungen, Anker blieb immer Liedautor und Frontmann Distelmeyer, der mit Titeln wie „Graue Wolken“ nach Ansicht der Kritiker kleine Kunstwerke schuf, die weit über schnell konsumierte Popsongs hinausweisen. Nach Angaben von Manager Frank wird sich Distelmeyer weiter der Musik widmen. Über konkrete Projekte sei aber noch nichts bekannt. Zunächst sollen die frühen CDs von Blumfeld im neuen bandeigenen Musikverlag erneut veröffentlicht werden, angereichert mit Bonustracks. Danach folge die Abschiedstournee, die am 10. April in Hildesheim beginnt.

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