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Die Hand an der Mühle: Adriano Celentano, 1980

Pop-Anthologie (130) : Rezession, Baby

Das Benzin wird immer teurer, im Staat ist ein Loch, und ein Kaffee kostet einen Monatslohn: Adriano Celentanos 1976 veröffentlichtes Lied „Svalutation“ schildert die Abwertung, als wäre es von heute.

Pop-Anthologie (129) : Ein Leben lang kämpfen

In Kendrick Lamars Song „Alright“ zeigt sich die große Kunst dieses Rappers: Unter Aufbietung verschiedener Stimmen verbindet er literarischen Anspielungsreichtum mit der Härte afroamerikanischer Realität.

Pop-Anthologie (127) : Der allerschönste Unfall der Welt

Der Song „Tango im Treibsand“ von Käptn Peng alias Robert Gwisdek ist ein großer Wurf. Text und Performance treffen sich in skurrilem Rätselsprechgesang über eine Liebe, die nicht sterben soll.

Italien und Merkel : Frauenhaus

Ein italienisches Schmuckhaus lädt zur Präsentation einer neuen Merkel-Biographie. Schicke Mailänderinnen erscheinen in Scharen, aber nicht des Buches wegen.

Wort des Jahres : Staatliches Versagen beschwichtigen

Die Kür zum „Wort des Jahres“ ist diesmal besonders ärgerlich: „Wellenbrecher“ zeugt wie das zweitplazierte „SolidAHRität“ vom Geist der Beschwichtigung angesichts staatlichen Versagens.

Intendantenwahl beim HR : Wählt Krupp!

Die Rundfunkräte des Hessischen Rundfunks tun sich schwer, den Nachfolger des Intendanten Manfred Krupp zu bestimmen. Vielleicht macht der einfach weiter?

Folgen neuer Corona-Regelungen : Bühnen in Not

Hilferufe aus der Kultur: Der Frankfurter Opernintendant sieht sein Haus in Gefahr und schreibt einen Brandbrief an den hessischen Ministerpräsidenten, sein Schauspiel-Kollege schließt für fünf Tage.

Krypto-Kunst : Influencer aus der Blockchain

NFT sind die neuen Celebrities im Kulturbetrieb. Kein Wunder, dass Art Review ein Blockchain-Protokoll, das dem boomenden Handel mit den digitalen Token zugrunde liegt, zum einflussreichsten Player in der Szene kürt.

Innovation in Italien : Lernen von Leonardo

Ein italienischer Minister sorgt sich um die Innovationskraft seines Landes, er will mehr technische Kultur und weniger Antike an den Schulen. Er könnte es besser wissen.

Hohenzollerndebatte : Preußen gegen Jakobiner

In Berlin wurde ein Sammelband mit Beiträgen zur Debatte um die Hohenzollern vorgestellt. Einer der Herausgeber bezeichnete die Kritiker Preußens als „Stubenjakobiner*innen“. Zur Begründung berief er sich auf die Freiheit des Humoristen.

Zapfenstreich für Merkel : Das Rosenlied

Wer geht, darf sich die Abschiedsmelodien selbst zusammenstellen. Angela Merkel hat beim Großen Zapfenstreich noch einmal Überraschendes zu bieten.

Pop-Anthologie (126) : Stell keine dummen Fragen

Wie trennt sich eine fast magisch verbundene Gesangesgruppe von seinem Publikum? „Auf Wiedersehen, my dear“ von den Comedian Harmonists war ein gezwungener Abschied, der leicht klingen sollte.

Pop-Anthologie (125) : Das große Regenlied

Es ist Nacht in der Stadt, und es gluckert, rieselt und rauscht von überallher: „De Cara a la Pared“ von Lhasa de Sela erinnert daran, welche unfassbare emotionale Kraft die Stimme dieser zu früh gestorbenen Sängerin hatte.

Pop-Anthologie (124) : Ich fühle mich wie Marlon Brando

Eigentlich ist „China Girl“ von Iggy Pop und David Bowie ein tragisches Liebeslied, das Fernost-Klischees auf die Schippe nimmt. Das später gedrehte Video von Bowie muss einen schmalen Grat beschreiten.

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  • Paul Smith von Maximo Park

    Pop-Anthologie (21) : Das Leben hängt von dieser Liebe ab

    In dem Song „Apply some Pressure“ von der nordenglischen Band Maximo Park wird die Liebe als Versuchsanordnung behandelt. Dann braucht die Begierde einen Beichtstuhl - und alles wird komplizierter.
  • Glenn Frey

    Pop-Anthologie (20) : Die Zähmung der Alphatiere

    Der Chorgesang in „Lyin’ Eyes“ ist überirdisch schön, passt aber nicht zu der traurigen Geschichte über eine junge Frau, die erzählt wird. Der Song hat eine geheime Botschaft. Er handelt von den Eagles selbst.
  • Pop-Anthologie (19) : Eine bittere Pille

    Der Franzose Antoine war 1966 eine langhaarige Ikone. Sein Lied „Les Elucubrations“ (Die Hirngespinste) schockierte nicht nur die Erwachsenen, sondern auch andere Sänger.
  • Fiona Apple

    Pop-Anthologie (18) : Einwilligen, eine Welle zu sein

    Sein und Zeit: Fiona Apple hat mit ihrem Song „Container“ viel mehr als die Vorspann-Musik zu einer Fernsehserie geschaffen. Über ein Popkunstwerk von eineinhalb Minuten.
  • Conor Oberst

    Pop-Anthologie (17) : Und wenn Du gehst, hau ich ab

    Liebe und Krieg auf dem Wohnzimmerfußboden: Im „Landlocked Blues“ von Bright Eyes führt Conor Oberst Außen- und Innenwelt einer amerikanischen Gegenwart unter George W. Bush in der Folktradition zusammen.
  • Pop-Anthologie (16) : Gut zu wissen, dass einen jemand liebt

    In den Siebzigern waren die Geschwister Carpenter eine der erfolgreichsten Bands. Ihre beste Gesangsleistung lieferte Karen in diesem Lied über Einsamkeit und die Sehnsucht nach Liebe ab. Wie nah es der Sängerin ging, konnte man erst später absehen.
  • Pop-Anthologie (15) : Dieses Lied hat keinen Text

    Seele zum Ausquetschen: Eine Überlegung zur Nichtfixierbarkeit und Rezeptionsästhetik der Pop-Lyrik anhand von Peter Igelhoff und den Red Hot Chili Peppers.
  • Wolfgang Niedecken in den Achtzigern

    Pop-Anthologie (14) : Bap hat damals keiner verstanden

    Zwei der besten deutschen Pop-Songs sind auf Kölsch geschrieben. Nach einem Treffen mit Wolfgang Niedecken erscheinen „Do kanns zaubre“ und „Verdamp lang her“ noch rätselhafter als zuvor.
  • Waylon Jennings

    Pop-Anthologie (13) : Eine Liebe muss atmen

    In diesem Soul-Standard erklärt einer, warum er sich aus dem Würgegriff der Liebe befreien muss. Besonders eindringlich ist die Interpretation des einzigartigen Folk-Country-Sängers Waylon Jennings.
  • Pop-Anthologie (12) : Vorsicht vor dem Lügenvogel

    Als New Wave noch geholfen hat: Die englische Band XTC hat mit „ I Bought Myself A Liarbird“ eine seltene Vogelart in den Kosmos des Brit-Pop eingeführt. Man könnte auch sagen: sie hat ihm ein Kuckucksei ins Nest gelegt.
  • Reinhard Mey in den siebziger Jahren

    Pop-Anthologie (11) : Wenn du vergessen kannst, vergiß

    Trennungslieder sind ein undankbares Genre der Pop-Musik. Reinhard Mey aber gelingt in dem Song „Die Zeit des Gauklers ist vorbei“ ein kunstvoller Befreiungsschlag - mit einer doppelten Schicht Zucker.
  • Die Beatles, schillern, aktiv, lebendig. Viele Schülerinnen und Schüler können sie heutzutage nicht mehr einordnen – geschweige denn, ihre Namen richtig schreiben.

    Pop-Anthologie (10) : Doppelsinn vom Geheimbotschafter

    Aus dem Bett in den Tag gestolpert: „A Day in the Life“ von den Beatles ist ein Lied mit Langzeitwirkung, das immer wieder aus dem Archiv herausspringt und nachdieselt. Und wie war das jetzt mit John Lennons Hundepfeife?
  • Pop-Anthologie (9) : Das Licht geht aus - und die Mauer ist zurück

    Wenige Jahre nach seiner Veröffentlichung wirkte der Song „Walls Come Tumbling Down“ plötzlich prophetisch. Eine Mauer stürzte 1989 tatsächlich ein. Was hat der Britpop-Klassiker jetzt dem Brexit entgegenzusetzen?
  • Pop-Anthologie (8) : Alte Mythen in Honig

    Der Song „The Musical Box“ von Genesis ist ein Höhepunkt des Prog-Rock, in dem sich englische Literaturgeschichte mit Einflüssen von Bach bis Strawinsky mischt. Zeit für eine Wiederentdeckung.
  • Pop-Anthologie (7) : Schäferhund hat Gold im Mund

    Das Ende von etwas - oder doch der Beginn? Mit dem Song „New Slang“ haben The Shins den Indie-Rock in die Beziehungskrise gestürzt. Was hat er im Kopfhörer von Natalie Portman zu suchen?
  • Pop-Anthologie (6) : Sag’ Bescheid, wenn du mich liebst

    „Delmenhorst“ von Element of Crime ist eines der ungewöhnlichsten Liebeslieder in deutscher Sprache. In ihm liefert Sven Regener ein Meisterstück der Poesie als Selbstverteidigung.
  • Pop-Anthologie (5) : Sind wir Tänzer?

    Der Refrain ist eingängig, der gesamte Songtext eher kryptisch. Doch dann tut sich etwas in den Synapsen des Hörers. Und plötzlich geht es in „Human“ von The Killers um Rilke und Kleist, Leben und Tod.
  • Pop-Anthologie (4) : Im Herzen der Beton-Finsternis

    Grau, hässlich und apokalyptisch: Morrisseys „Everyday is like Sunday“ verschränkt die Tristesse englischer Seebäder mit Atomkriegsängsten. So poetisch und klug war die Kulturkritik in den Thatcher-Jahren.