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Pop-Anthologie (156) : Nachruf auf eine Liebe

Verse über eine tote Liebe, Lieder, in denen gar Rache geschworen wird, sind ein recht junges Phänomen. Die Band Dry The River fächert in diesem Song das gesamte Spektrum der Endzeitstimmungen auf.

Pop-Anthologie (155) : Ein Lied in allen Blättern

Wie ein wärmender Mantel: „Autumn Leaves“ ist der nostalgische Jazz-Song schlechthin. Die Frage, welche seiner zahlreichen Interpretationen die beste ist, lässt sich allerdings nicht so leicht beantworten.

Pop-Anthologie (154) : Was hat die Ehe im Rocksong zu suchen?

Ist Chuck Berrys im Gefängnis geschriebenes Hochzeits-Loblied „You Never Can Tell“ konservativ oder eher die Mini-Revolte innerhalb eines braven Rahmens? Durch „Pulp Fiction“ ist es jedenfalls unsterblich geworden.

Ruangrupa an der Spitze : Machtfrage

Jedes Jahr kürt die Zeitschrift „ArtReview“ die einflussreichsten Persönlichkeiten der Kunstwelt. Diesmal an der Spitze: Ruangrupa. Nach all den Skandalen und Peinlichkeiten um die Documenta.

Alles außer Fußball : Es ist Zeit für Stéphanie

Die französische Schiedsrichterin Stéphanie Frappart wird das Spiel Costa Rica gegen Deutschland pfeifen. Das solle nichts Besonderes sein, sagt sie. Und doch ist es das.

Alles außer Fußball : Mehr Wagner wagen!

Weil er einen Witz über die Gewänder der Qatarer gemacht hat, wurde Sandro Wagner gleich an den Pranger gestellt. Das hat er nicht verdient. Ohne ihn am Mikro wäre das WM-Fernsehen ziemlich öde.

Unwetter auf Ischia : Die Vorsicht des Ministers

So tun, als würde man etwas tun, aber nichts tun: Italiens Kulturminister sagt wegen der Katastrophe auf Ischia die Premiere von Verdis „Don Carlo“ in Neapel ab.

Energie sparen : Die Schweiz zieht den Stecker

Diskobeleuchtung und Laubbläser sind erst der Anfang: Die Schweiz dreht allem möglichen den Saft ab. Sie hat einen Schlachtplan inmitten kriegerischer Bedrohung.

Alles außer Fußball : Vorsprung durch Twitter

Man kann nur hoffen, dass Elon Musk das Netzwerk Twitter nicht ruiniert. Es ist der beste Nachrichtenkanal.

Neumeier-Skandal in Kopenhagen : Tanz vor der Tür

Früher war der Choreograph John Neumeier ein Revolutionär des Balletts. Jetzt macht ihm in Dänemark eine neue Revolution in der Kunst schwer zu schaffen.

Alles außer Fußball : Exquisites Italien

Mal rustikal, mal fancy: Der WM-Start der deutschen Nationalmannschaft ist vergeigt. Da lenken wir uns lieber mit italienischen Rezepten auf Youtube ab und denken an Italia '90.

Pop-Anthologie (153) : Hommage an einen Mitstreiter

Ben Folds ist am Klavier eigentlich eine Spaßkanone und Rampensau. Seinen melancholischen Kollegen Elliott Smith bewunderte er, konnte es ihm vor dessen Tod aber nicht sagen. In „Late“ holt er es nach.

Pop-Anthologie (152) : Die neue Neue Deutsche Welle

Überall feiern die Achtziger Renaissance. Auch die deutschsprachige Popmusik knüpft an sie an: Das Synthie-Pathos erkalteter Liebe überführt Edwin Rosen in seinem Song „leichter/kälter“ geschickt in die Zeitlosigkeit.

Pop-Anthologie (151) : Ich komme zufällig von hier

Der Titel „Fremd im eigenen Land“ von Advanced Chemistry ist einer der frühesten Deutschrap-Songs. Im November wird er 30 Jahre alt – und ist immer noch aktuell.

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  • Pop-Anthologie (150) : Die besten Yeahs der Musikgeschichte

    Es ist das Hohe C des Rock und Pop. Wenn es glückt, gibt es nichts Mitreißenderes als ein gesungenes „Yeah“. Was macht den berühmtesten Ausruf der Popgeschichte so erfolgreich?
  • Pop-Anthologie (149) : Warten auf den Regen

    „Riders on the Storm“ von den Doors ist einer der meditativsten Popsongs aller Zeiten. Er kann in Trance oder in Ekstase versetzen – und ist dabei in jeder Sekunde eine musikalisch virtuose Feier des Regens.
  • Pop-Anthologie (148) : Die Kunst des Falconizings

    Mit „The Sound of Musik“ wollte Falco sich neu erfinden, weg von den alten Klischees. Der Song erschafft ein neues, faszinierendes Sounduniversum, doch in die Zukunft wies er für Johann Hölzel nicht.
  • Pop-Anthologie (146) : Pearly Spencer, wo bist du jetzt?

    Auskunft, bitte, wie geht das Rennen des Lebens aus? In seinem Song „The Days of Pearly Spencer“ erzählt David McWilliams von zerbrochenen Träumen – mit freundlichen Grüßen an die Leidensgenossinnen Eleanor Rigby und Lucy Jordan.
  • Pop-Anthologie (145) : Folge der Herde!

    Mit der Hit-Single „Boys & Girls“ gelang es Blur, aus billigen Einzelelementen ein kluges Songjuwel über die Vertauschbarkeit der Geschlechter im enthemmten Sommerurlaub zu machen. Und alle sangen mit.
  • Pop-Anthologie (144) : Ein Spottlied auf die Queen

    Zum silbernen Thronjubiläum brachte die Punkband „Sex Pistols“ Elisabeth II. ein Ständchen, das der BBC gar nicht gefallen wollte. Es kam zur Verbannung aus dem Radio – „God Save The Queen“ wurde zum Klassiker.
  • Pop-Anthologie (143) : Wann ruft man Olé?

    Flamenco ist ohne Olé nicht denkbar. Doch außerhalb Spaniens weiß kaum einer, wann der Ruf in der Musik passt. Der Gitarrist Rafael Cortés aus Essen ist eine Ausnahme. Ein Interview mit alten Video-Aufnahmen.
  • Nina Hagen, 1978

    Pop-Anthologie (142) : Alles so schön bunt hier

    „TV-Glotzer“ aus dem Jahr 1978 begründete Nina Hagens Ruf als Stimmwunder und „Godmother of Punk“. Aus einer amerikanischen Vorlage macht sie den vielleicht ersten nihilistischen Songtext deutscher Sprache.
  • Pop-Anthologie (139) : Frieden vor der Flimmerkiste

    Wer sich den neunziger Jahren weiterhin nahe fühlt, wird sich diesen Song nicht ohne Nostalgie anhören: Bernd Begemanns „Fernsehen mit deiner Schwester“ ermöglicht eine Reise in die mediale Welt von gestern.
  • Pop-Anthologie (138) : Das war ein Angriff auf meine Seele

    Als Jugendliche erlebte Annette Humpe die Musik der Beatles als körperliches Ausnahmegefühl. „Sympathy For The Devil“ und Velvet Underground krempelten ihr Leben um. Ein Gesprächsprotokoll.
  • Pop-Anthologie (137) : Ein Friedenslied

    Als der Kalte Krieg heiß zu werden drohte, veröffentlichte die DDR-Rockband Karat einen Song, der bis heute wirkt: „Der blaue Planet“. Es ist eine musikalische Mahnung mit vielfältigen Bezügen.
  • Pop-Anthologie (136) : Willst du Mönch sein oder Krieger?

    Sind die Österreicher die besseren Pop-Philosophen? Der Song „Es geht immer ums Vollenden“ vom Nino aus Wien handelt von der Kunst und dem Superbowl. Wie passt das zusammen?
  • Lou Reed 1973 in Paris

    Pop-Anthologie (135) : Hey babe, take a walk on the wild side

    Endlich hatte Lou Reed 1972 einen echten Hit und ein veritables Erfolgsalbum. Die für ihn typischen Stilelemente verbinden sich in „Walk on the Wild Side“ mit der Handschrift David Bowies.
  • Pop-Anthologie (134) : Die Stunde der wahren Empfindung

    Wie es dann wird, kann nur der bucklige Winter entscheiden: Gisbert zu Knyphausens sehr persönliches Lied „Seltsames Licht“ ist Beleg für eine Innerlichkeit, die deutschsprachige Popmusik lange gescheut hat.
  • Pop-Anthologie (133) : Nächstes Jahr wird alles besser

    Süße Träume in der Ausnüchterungszelle: Man könnte „Fairytale of New York“ von den Pogues für ein Anti-Weihnachtslied halten. Aber was ist weihnachtlicher als ein Einwandererpaar, das sich durchschlagen muss?
  • Pop-Anthologie (132) : Relativitätstheorie des Lovesongs

    In den frühen Achtzigern scheint der Sommer der Liebe endgültig vorbei zu sein. Howard Jones und Tina Turner stellen die entscheidende Frage: „What Is Love?“. Ihre Antworten verraten viel Zeittypisches.
  • Pop-Anthologie (131) : Der denkbar übelste Mordgrund

    Johnny Cash hat viele Songs über Mörder geschrieben. Doch ein Lied ragt aus seinem düsteren Œuvre heraus: der „Folsom Prison Blues“, für den sich der Man in Black bei einem anderen Künstler bediente.
  • Die Hand an der Mühle: Adriano Celentano, 1980

    Pop-Anthologie (130) : Rezession, Baby

    Das Benzin wird immer teurer, im Staat ist ein Loch, und ein Kaffee kostet einen Monatslohn: Adriano Celentanos 1976 veröffentlichtes Lied „Svalutation“ schildert die Abwertung, als wäre es von heute.
  • Pop-Anthologie (129) : Ein Leben lang kämpfen

    In Kendrick Lamars Song „Alright“ zeigt sich die große Kunst dieses Rappers: Unter Aufbietung verschiedener Stimmen verbindet er literarischen Anspielungsreichtum mit der Härte afroamerikanischer Realität.