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Schutzschirm für Urheber : Gema legt Hilfsprogramme auf

  • -Aktualisiert am

Die Gema legt ein Hilfsprogramm für Urheber auf. Bild: dpa

Die Gema kommt freischaffenden Musikern in der Corona-Krise zur Hilfe. Sie legt ein Programm von vierzig Millionen Euro auf, um Musiker zu unterstützen, die kein Einkommen mehr haben.

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          Freischaffende Musiker trifft die Corona-Krise besonders schlimm. Daher hat der Deutsche Musikrat bereits ein sechsmonatiges Grundeinkommen für sie in Spiel gebracht. Auch die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema), die in Deutschland die Rechte von Komponisten, Textdichtern und Musikverlagen verwaltet, kommt diesen nun mit einem Nothilfeprogramm von bis zu vierzig Millionen Euro entgegen, das am Wochenende beschlossen worden ist.

          Jan Wiele

          Redakteur im Feuilleton.

          Der „Schutzschirm Live“ richte sich vorrangig an Komponisten und Textdichter, die auch als Performer auftreten und nun flächendeckende Ausfälle haben; der „Corona-Hilfsfonds“ stelle finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle bereit. Gleichzeitig will die Gema aber auch Spielstätten, Kulturbetriebe und Freizeiteinrichtungen entlasten, die aufgrund der Krise schließen mussten. Diese müssen bis auf weiteres keine Tantiemen für Musik bezahlen. Auf Dauer fehlen dadurch allerdings Einnahmen, die den Urhebern zugutekommen.

          Dabei wird es mittelfristig auch abermals darum gehen müssen, wie viel – oder besser gesagt: wie wenig – Internetportale an Urheber für das Abspielen von deren Musikwerken bezahlen. Wie wenig es etwa bei Youtube ist, darüber ist die Gema vertraglich noch immer zum Schweigen verpflichtet.

          Es sei allerdings kein Geheimnis, dass Streaming-Einnahmen für Musiker jene aus dem Live-Sektor nicht annähernd kompensieren, sagte Ursula Goebel, Sprecherin der Gema, im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie wünsche sich, dass auch durch die aktuelle Notlage der Druck auf die „Digital Service Provider“ in dieser Hinsicht größer werde. Immerhin etwas erleichtern wird es Urheber, dass die Gema-Ausschüttungen zum 1.April und 1.Juni, wie es heißt, gesichert seien.

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