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Größtes Wachstum seit 1993 : Streaming sorgt für Trendwende in der Musikbranche

  • Aktualisiert am

Immer mehr Nutzer konsumieren Musik über Streaming-Dienste, statt CDs oder Sounddateien zu kaufen. Bild: dpa

Fast 20 Jahre Abwärtstrend hat die Musikbranche hinter sich. Seit Jahresbeginn ist der Musik-Umsatz in Deutschland wieder deutlich gestiegen – verantwortlich dafür sind an erster Stelle Streaming-Dienste.

          Nach rund 20 Jahren mit einem nahezu ungebrochenen Abwärtstrend ist der Musik-Umsatz in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 wieder deutlich gewachsen. Die Branche habe in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt 783,2 Millionen Euro durch Musikstreaming, CDs, Downloads und Vinyl eingenommen, das teilte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Donnerstag in Berlin mit. Das sind 725,9 Millionen Euro mehr Umsatz als im Vorjahr – ein Anstieg von fast acht Prozent. 

          Veränderte Musiknutzung

          Das sind gute Neuigkeiten, denn zwischen 1998 und 2012 hatten sich die Umsätze der deutschen Musikindustrie fast halbiert. Die höchste Wachstumsrate seit 1993 sei vor allem den Audiostreaming-Plattformen wie Spotify, Amazon, Apple Music, Tidal oder Deezer zu verdanken. 

          Die Gewohnheiten beim Musikkonsum ändern sich radikal, das zeigt auch eine derzeit laufende Nutzerstudie: Musikstreaming hat derzeit einen Marktanteil von 56,4 Prozent. Daneben haben sich die CDs gegenüber der im Vorjahreszeitraum halbierten Rückgangsrate mittlerweile „leicht stabilisiert“, während Vinyl nach einer kleinen Delle wieder Zuwächse verzeichnete. Downloads wurden deutlich weniger nachgefragt.

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