Marko Perkovic :
Der Hass-Sänger

Von Karl-Peter Schwarz
Lesezeit: 5 Min.
Polarisiert: Marko Perkovic
Er wirkt wie eine Kreuzung aus Heino und Bruce Springsteen, und er wird verehrt wie eine Lichtgestalt. Doch Marko Perkovic, Star des kroatischen Turbo-Folks, leiht einem trüben Nationalismus seine Stimme.

Schüler und Studenten tragen schwarze T-Shirts mit seinem Bild und unterschreiben ihre Fan-Post mit „Bog i dom“ (Gott und Heimat) oder „Za dom spremni“ (für die Heimat bereit). Auf den gleichen T-Shirts, die vorzugsweise vor Fußballstadien verkauft werden, sind nicht selten auch General Ante Gotovina zu sehen, der in Den Haag wegen Kriegsverbrechen vor Gericht steht, der kroatische Quisling Ante Pavelic oder auch schlicht nur das „U“, das Zeichen der Ustascha, die während des Zweiten Weltkriegs mit der Billigung Hitlers und Mussolinis den kroatischen Rumpfstaat NDH regiert hatte. Zu seinen Konzerten kommen Skinheads, Kriegsveteranen und Minister der kroatischen Regierung, aber auch Rentner, Hausfrauen und sogar Nonnen.

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