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Kramms Hits : Waren die Wikinger auf den Kanaren?

  • -Aktualisiert am

Hörprobe: „Mood Swings“ Bild: Soia

Weißhaarige Zombies aus Alabama und eine verhängnisvolle Reise von Kopenhagen in die Kanaren: die neuen Gema-freien Hits der Onlinewelt.

          2 Min.

          1. „Mood Swings“ von Soia

          Klassik, afrikanischer Jazz und die traurige Seite von Billie Holiday gehören zum musikalischen Horizont der Ausnahmesängerin aus Wien. Gerade feilt Soia gemeinsam mit ihrem Produzenten und Jazz Pianisten Mez an ihrem Debutalbum. Von unzähligen Reisen durch Asien, Afrika und die USA bringt sie ihre funkelnden Inspirationssplitter mit, die Mez mit abstrakten Hip-Hop-Grooves anreichert und zu meisterhaften Songs verdichtet. Soia ist eine originelle Kombination aus Soul und gesampeltem, beinahe humoreskem Dekonstruktivismus.

          www.soia.at

          2. „The Truth will set you free“ von Dead Relic

          Düsterer Alternative Metal mit Progressive-Elementen und dann noch von den kanarischen Inseln? Die spanischen Musiker stemmen sich mit aller Gewalt gegen den musikalischen Mainstream, den man mit den Urlaubsinseln verbindet. Auch wenn man sich so manches Gitarrenriff und manchen Drumfill hätte sparen können. Das leidenschaftliche Organ des Sängers, der einen großen Tonumfang spielerisch meistert, steht im Zentrum aller Songs. Die beiden ersten, hochwertig produzierten Alben der Band gibt es gratis auf ihrem Bandcamp Profil. Bleibt zu hoffen, dass die Musiker ihr Publikum auf dem Festland finden, denn die Clubauswahl auf den Inseln dürfte eine umfassende Tournee wohl eher beschränken.

          www.deadrelic.com

          3. „Shot Down“ von Kris Roche

          Der junge Songwriter Kris Roche wandelt zwischen den Kulturen. Die Mutter Japanerin, der Vater Amerikaner, hat er nach einem Musikstudium in Boston sein Zuhause in Tokyo gefunden und seine ersten beiden Alben mit Hilfe von Crowdfunding Kampagnen eingespielt. Den Vertrieb organisiert er in Eigenregie über das Internet. Einflüsse von Easy Listening, Jazz, Pop und R’n’B verbindet er mit bisweilen kritischen Texten. „Shot Down“ macht da keine Ausnahme: Der Song handelt von Sensationsgier und Schaulust.

          www.krisroche.com

          4. „Glamour“ von Anders Manga

          Anders Manga ist so ungefähr das exakte Gegenteil von „Sweet Home Alabama“, dem Inbegriff des Lebensgefühls im Süden der Vereinigten Staaten. Der
          schlohweiße Sänger erinnert an eine gepflegtere Variante des ehemaligen White Zombie Frontmannes und Kultregisseurs Rob Zombie. Anders Mangas
          Stimme klingt bisweilen wie der große, böse Bruder Marilyn Manson, auch wenn seine elektronischen Songkonstrukte in kultivierten Dark-Wave-Gefilden zu Hause sind. Zuletzt lieferte Anders Manga einen Hintergrundsong für eine hippe Vampirparty in der amerikanischen Serie „Vampire Diaries“. Für Freunde der schwarzen Szene ist die Aufnahme, die gemeinsam mit seiner EBM (Electronic Body Music) Kollegin Zombie Girl entstand, ein garantierter Tanzflächenfüller.

          www.andersmanga.com

          5. „For No One“ von Kharma

          Der dänische Musiker und Remixer hat leider nur wenige Infos auf seiner Bandseite. Noch dazu fehlt die englische Übersetzung. Das scheint die Fans seiner Songs auf diversen Portalen wie Soundcloud und Jamendo nicht fern zu halten, denn gerade der Song „For No One“ zählt neben einigen Remixarbeiten des Kopenhageners zu den aktuell beliebtesten Songs in den Online Charts der Free Music Szene.

          kharmadk.wix.com/kharma

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