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Kramms Hits : File it under Rock-Sharing

  • -Aktualisiert am

Hörproben: „Ripely Pine“ von Lady Lamb The Beekeeper Bild: Lady Lamb The Beekeeper

Wer glaubt, Filesharing helfe nur den Bands aus Kramms Hits zum Durchbruch, sollte mal zur neuen EU-Studie greifen. Wer es schon immer besser wusste, kann direkt die synthesizerfreien Charts genießen.

          2 Min.

          1. „Ripely Pine“ von Lady Lamb The Beekeeper

          Irgendwo in der mitternächtlichen Einsamkeit einer schmuddeligen Videothek im verschlafenen Ostküstenstaat Maine gewährt Aly Spaltro ihren Dämonen Einhalt und bannt Wut, Verwirrung und Frustration auf die Festplatte ihres kleinen Recordingstudios. An der Kasse der Videothek gratis ausgelegt, entwickelten sich die selbstgebrannten CDRs zum Selbstläufer und Aly zum gefeierten Alternative-Newcomer. Ihre erste Studioproduktion „Ripely Pine“ vereint die Songs dieser Zeit. Wenn auch auf hohem Niveau produziert, verbreiten sie die Atmosphäre ihres Ursprungs.

          www.ladylambthebeekeeper.com

          2. „Que Paciencia“ von Los Sundayers

          In der Hoffnung den Winter endgültig zu vertreiben, putzen Los Sundayers mit knackigen Bläsersätzen und Latino-Grooves jedes bisschen Schwermut aus den Knochen. Die Spanier haben bereits zwei Longplayer eingespielt und sind ein gern gesehener Gast auf den Livebühnen der iberischen Metropolen. Ganz im Sinne der Verbreitung ihres ansteckenden Lebensgefühls, gibt es das Album auf der Seite als kostenpflichtiges uns kostenloses Angebot zugleich, ganz nach dem Motto: Wer sich anstecken lässt, zahlt auch für den Sonnenschein.

          sundayers.com/descargas

          3. „Du weisst es“ von Hier

          Heidelberg ist das kreative Zentrum des Duos, das jetzt seine erste Crowdfunding-Initiative auf Start Next aufgesetzt hat. Man möchte eigene, alternative Wege der Vermarktung gehen - und zwar ohne große Verlage, Plattenfirmen und die GEMA. An der Qualität sollte es nicht scheitern, denn die deutschen Texte im Kostüm modernen Pop-Folks haben Hitpotential und dürften sogar im deutschen Formatradio ankommen.

          www.hiermusik.de

          4. „Back to Basics“ von The Years

          2013 dürfte das Jahr für die kanadischen Independent-Rocker The Years sein. Lange haben sie an ihrem Debüt „Red Wine And Clarity“ gefeilt, das autonom in Eigenregie produziert wurde. Weite Klangräume, stehende Gitarrenakkorde und euphorisierende Melodik werden von dem vorwärts treibenden Groove getragen und erinnern dabei stellenweise an den sehnsuchtsvollen Habitus von The Killers. Das Album steht komplett gratis als digitale Visitenkarte bereit, denn die Band möchte mit ihrer Spielfreude und den Liveshows überzeugen.

          theyearsband.com

          5. „Wage Wars“ von Circa Vitae

          Der epische Rock der Achtzigejahre-Simple Minds mit der Nonchalance von Placebo gepaart: So ungefähr darf man sich den Shoegaze- Art-Rock der Band mit dem lateinischen Namen vorstellen. Dabei brechen Circa Vitae immer wieder in lange instrumentale Nebenschauplätze aus, malen dicke solistische Klangwolken um dann wieder in den Chorus zurückzufinden. Die Band aus dem kalifornischen Eugene existiert übrigens bereits seit 2007 und hat ihre Werke auf Jamendo unter Creative Commons Linzenz veröffentlicht.

          www.circavitae.com

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