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Kino : Madonna hört auf - als Schauspielerin

„Ich sage es nicht gern, aber ich habe mich entschieden aufzuhören“: Madonna beendet ihre von bösen Verrissen begleitete Filmkarriere. Anlaß für einen Rückblick in Bildern auf das Filmschaffen Madonnas.

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          Was die Musikerin Madonna angeht, so handelt es sich bei ihr um eine gespaltene Persönlichkeit. Zwar mag sie selbst sich nicht so sehen, aber den anderen erscheint sie so. Zum einen ist sie Madonna, die Sängerin: der Weltstar. Die Göttin. Die Diva. Die geniale Künstlerin. Die Alterslose. Die sich immer wieder selbst neu erfindet. Das Rollenmodell für Millionen von Mädchen. Die Frau, die sich in einer von Männern dominierten Branche überzeugender durchgesetzt hat als jede andere. Die mächtigste Frau des Showgeschäfts.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dann aber gibt es noch eine andere Madonna, der all das nichts genützt hat. Ihre Macht, ihr Ruhm, ihr Geld, nichts von alledem konnte sie davor bewahren, daß man sie auslachte, daß man sie verspottete, daß man mit Dreck nach ihr schmiß. Die Rede ist von Madonna, der Filmschauspielerin. Dieselbe Frau, die für ihre Musik respektiert und bewundert wurde, wurde, sobald sie sich auf die Leinwand wagte, in der Öffentlichkeit behandelt wie ein Starlet ohne Namen und Talent. Wären all jene, die sich Madonnas Platten kauften, auch wegen ihr ins Kino gegangen, dann hätten ihre Filme zu Blockbustern werden müssen. Die meisten aber wurden zu Flops.

          „Ich habe mich entschieden aufzuhören“

          Damit aber soll nun Schluß sein - nicht nur mit den Flops, sondern mit Madonnas Filmkarriere überhaupt. „Ich sage es nicht gern, aber ich habe mich entschieden aufzuhören. Wie kann ein Film Erfolg haben, wenn die Leute schon sagen, daß er ein Flop wird, bevor das Projekt überhaupt vorgestellt wird?“, soll die Musikerin dem Internetdienst „Imdb“ gesagt haben.

          Es heißt also Abschied nehmen von der Schauspielerin Madonna: Für die spärlichen Kinobesucher, aber auch für die Filmkritiker, für die jedes neue Madonna-Werk ein Fest war und eine Einladung, saftige Verrisse zu schreiben. In die Goldenen Himbeeren, die stets kurz vor den Oscars verliehenen Auszeichnungen für die schlechtesten Schauspielleistungen, werden nun andere beißen müssen. Die Scharfrichter können sich trösten damit, daß wenigstens Jennifer Lopez weitermacht. Und Paris Hilton hat ihre Kinokarriere ja gerade erst begonnen. Auf Madonnas gar nicht so kurze Filmographie aber blicken wir noch einmal zurück - in einer Bildergalerie.

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