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Star-Produzent Jimmy Iovine : Musikrechte gegen Geld für Schule

Jimmy Iovine und Dr. Dre auf einem Bild aus 2014 Bild: AP

Er hat mit Bruce Springsteen gearbeitet, Alben von Patti Smith, Dire Straits oder U2 produziert und mit Dr. Dre Beats gegründet. Jetzt verkauft Jimmy Iovine seine Rechte an 259 Songs.

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          Jimmy Iovine ist ein bekannter Mann in der Musik-Branche. 1990 startete er gemeinsam mit Ted Field das Label Interscope Records und nahm dort unter anderem Tupac Shakur unter Vertrag. Heute gehört es zu Universal Music und ist unter anderem das Label von Stars wie Billie Eilish oder Lady Gaga. Zudem gründete er 2006 mit Rap-Star Dr. Dre. den Kopfhörerhersteller und später auch Streamingdienst Beats. Diesen wiederum übernahm 2014 Apple für rund drei Milliarden Dollar, woraufhin Iovine bis Mitte 2018 Apple Music mitverantwortete.

          Benjamin Fischer

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Einen Namen gemacht hatte sich der heute 67 Jahre alte gebürtige New Yorker aber schon in den 1970er Jahren. Zunächst arbeitete er als Ton-Ingenieur etwa für Bruce Springsteen und John Lennon. 1978 produzierte er dann Patti Smiths Album „Easter“, später fungierte er als Produzent für die Dire Straits, U2, Stevie Nicks und andere große Künstler. Die Produzentenrechte und seine ihm daraus zustehenden Tantiemen an der Nutzung von 259 Song-Aufnahmen hat Iovine nun verkauft. Sie gehen – wie auch seine Tantiemenanteile als Mitproduzent der Filme „8 Mile“ und „Get Rich Or Die Tryin’“ – an den Fonds Hipgnosis.

          Der 2018 vom ehemaligen Musik-Manager Merck Mercuriadis gegründete Fonds kauft primär die Rechte an den Katalogen prominenter Songwriter. Wer diese besitzt, erhält anteilig Lizenzgebühren, die bei jedweder Nutzung eines Werkes etwa in Filmen, Werbung, bei Live-Aufführungen oder auf den beliebten Streamingdiensten anfallen. Bislang hat der Fonds mehr als 1,5 Milliarden Dollar für gut 57.000 Songs ausgegeben. Hipgnosis oder auch Primary Wave machen so den Verlagen der drei großen globalen Musikunternehmen Warner, Sony und Universal Music Konkurrenz. Mitte Dezember hat allerdings Universal einen der wohl begehrtesten Autorenkataloge überhaupt gekauft: Die Rechte an Bob Dylans Kompositionen und Texten sollen bis zu 400 Millionen Dollar gekostet haben. Über den Preis für Iovines Produzentenkatalog ist derweil nichts bekannt, wohl aber wofür er das Geld nutzen will: Es soll in den Bau einer Schule in Los Angeles fließen, erklärte Iovine.

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