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Jack DeJohnette wird achtzig : Klänge aus allen Himmelsrichtungen

  • -Aktualisiert am

Einer der einflussreichsten Musiker der Jazzgeschichte: Jack DeJohnette im Jahr 1969. Bild: Guy le Querrec/Magnum/Agentur Focus

Kein anderer Drummer kann sein Schlagzeug so singen und swingen lassen wie er: ein Glückwunsch an Jack DeJohnette zum achtzigsten Geburtstag.

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          Wenn Jack DeJohnette Schlagzeug spielt, klingt es gerade so, als sänge Luciano Pavarotti Arien von Donizetti. Oder, als bekäme man die fünf Orchesterstücke op.16 von Arnold Schönberg zu hören. Zugegeben, eine gewisse Phantasie ist gefragt, um die ziselierten Perkussionsmuster des Jazzdrummers aus Chicago, die fließenden Kantilenen des italienischen Tenors und die spezifischen Klangfarben des Wiener Neutöners irgendwie zusammenzuhören.

          Die ästhetischen Vorstellungen aber lassen sich durchaus auf einen soliden Begriff bringen: Belcanto. Das bedeutet hier: natürlicher Ausdruck der Gesangs- und Instrumentalführung, ununterbrochene Folge von Farben, Rhythmen und Stimmungen, perfekte Technik, deren Makellosigkeit nicht zur Schau gestellt wird. Musikalische Naturereignisse eben.

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